Wohlen

Neue Dreifachhalle löst dringenden Bedarf der Schulen – Volk stimmt über 16-Mio-Kredit ab

Innenansicht der zukünftigen Hofmatten-Halle in Wohlen

Innenansicht der zukünftigen Hofmatten-Halle in Wohlen

Die Stimmberechtigten von Wohlen befinden am 27. September an der Urne über den 16-Millionen-Kredit für die zusätzliche Dreifachhalle in der Hofmatten.

«Das Projekt ist für die Schule und die Gemeinde Wohlen äusserst wichtig» – die einleitenden Worte von Gemeinderat Thomas Burkard an der Infoveranstaltung im Casino Wohlen brachten die Bedeutung auf einen Punkt. Mit der Erweiterung der Sportanlage Hofmatten um eine zweite Dreifachturnhalle möchte Wohlen den ausgewiesenen Bedarf der Schulen (und Vereinen) an zusätzlichen Sporthallen stillen.

Das neue Hofmatten-Projekt mit Baukosten von 16,3 Millionen Franken ist im Juni vom Wohler Einwohnerrat einstimmig gutgeheissen worden. Nun entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 27. September über die entsprechende Kreditvorlage.

Direkt an die bisherige Halle angebaut

Die neue Halle soll an der südöstlichen Seite der bereits bestehenden Dreifachhalle direkt angebaut werden. «Dazu müssen ein altes Gebäude des Werkhofes und die existierende Kletter- und Gymnastikhalle abgerissen werden. Diese wird aber ersetzt», erklärte Andreas Jauch, Leiter Hochbau der Gemeinde Wohlen.

In der neuen Halle wird es auf der Tribüne Platz für total 800 Zuschauer bei Ballsport-Aktivitäten haben. Die Normen lassen Wettkämpfe bis auf nationaler Stufe zu. Gemeinderat Paul Huwiler gab dazu ein Beispiel: "In der neuen Halle könnte zum Beispiel eine Geräteturn-Meisterschaft durchgeführt werden und die alte Halle dient dabei zum Aufwärmen."

Die Aussenansicht der zukünftigen Hofmatten-Halle in Wohlen

Die Aussenansicht der zukünftigen Hofmatten-Halle in Wohlen

Oberer Gebäudekörper mit Sichtbacksteinen

Das Gebäude besteht optisch aus einem unteren Baukörper in Sichtbeton und einem oberen Körper mit Sichtbacksteinen. «Es passt sich so gut in die Umgebung ein, wo bereits die Bleichi oder die IBW mit Sichtbacksteinen stehen», sagte Jauch.

Ein Grossteil der Halle ist von grosszügigen Fensterfronten umgeben. Die Generalplanung stammt vom Wohler Architekten Urs Müller. «Für den Architekten war es wichtig, dass viel Tageslicht vorhanden ist mit entsprechender Sicht ins Freie», erklärte Jauch den rund 40 Anwesenden im Casino.

Behindertentechnisch geht der Neubau mit Spezialgarderoben über die vom Gesetz geforderten Normen hinaus. Energetisch ist eine Photovoltaikanlage und Minergie-Standard vorgesehen.

Genügend Parkplätze auch fürs Haldenschulhaus

Am Hofmatten-Projekt hängt gleichzeitig auch das separate Vorhaben der Erweiterung und Sanierung des Schulhauses Halde. Verzögere sich die Umsetzung des Hofmatten-Neubaus wegen der Ablehnung durch das Stimmvolk, könnte die Haldeturnhalle nicht abgerissen werden. Dort soll allerdings neuer dringend benötigter Schulraum entstehen.

Entschärfen würde sich bei einem Ja zur Hofmatten-Anlage auch das akute Parkplatzproblem beim Haldenschulhaus. Durch die zusätzliche Einstellhalle mit 50 neuen Parkplätzen stünden auf dem Areal Hofmatten total 167 Parkplätze zur Verfügung, die bewirtschaftet auch vom Haldenschulhaus und dem BBZ Freiamt genutzt werden können.

Wenn das Volk dem Kredit Ende September zustimmt und mit der Baubewilligung alles glatt über die Bühne geht, ist der Spatenstich im März 2021 vorgesehen. Ziel ist die Inbetriebnahme der neuen Halle dann auf Beginn des Schuljahrs 2022/23. «Das Programm ist sportlich, aber realistisch», meinte Andreas Jauch.

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