Bremgarten
Neue Bibliotheks-Lösung unbestritten – Gmeind in Rekordzeit beendet

Die Bremgarter waren sich am ausgedehnten Apéro einig: Eine so kurze Gemeindeversammlung habe es im Reussstädtchen noch nie gegeben. Die Traktanden waren unbestritten. Die Stimmbürger nahmen unter anderem die neue Stadtbibliotheks-Lösung an.

Lukas Schumacher
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Kleine Belohnung für Versammlungsbesucher: Apéro riche vor dem Casino.

Kleine Belohnung für Versammlungsbesucher: Apéro riche vor dem Casino.

Lukas Schumacher

Nach 50 Minuten war die Sommergmeind im Casino beendet. «Klare Rekordzeit», merkten alteingesessene Bremgarter beim anschliessenden Apéro an, eine derart kurze Gemeindeversammlung habe es im Reussstädtchen noch gar nie gegeben. Unbestritten war die neue Stadtbibliotheks-Lösung. Einhellig wurde beschlossen, die Stiftung Stadtbibliothek auf Ende 2015 aufzulösen und die Bibliothek in die Stadtverwaltung einzugliedern. An der Gmeind nahmen bloss 83 der 5002 stimmberechtigten Bremgarterinnen und Bremgarter teil.

«Macht bitte vorwärts»

Ursula Vanal, die langjährige frühere Stadtbibliotheksleiterin, trug ein altes Anliegen vor: die problematische Zugänglichkeit der Bibliothek über die steile Treppe im Zeughausgebäude. Vanal appellierte an die Stadtbehörde und die Verantwortlichen der Ortsbürgergemeinde, der das Gebäude gehört, man solle in absehbarer Zeit einen hindernisfreien Zugang ermöglichen. Dies im Zusammenhang mit einem Umbauprojekt, das die Erneuerung der Heizung einschliesst. Obschon Anschlüsse an den mit Holz betriebenen Nahwärmeverbund Bremgarten vorhanden seien, beheize man das Zeughaus und das benachbarte Zollhaus immer noch mit einer alten, 35-jährigen Elektroheizung. «Macht bitte vorwärts», sagte Vanal.

Stadtammann Raymond Tellenbach sagte, der Ball liege bei der Ortsbürgergemeinde. Ein geplant gewesenes Umbauprojekt fürs Zeug- und Zollhaus habe sich als zu teuer erwiesen. Man treffe weitere Abklärungen, damit eine kostengünstigere Lösung resultiere.

Jugendarbeitsteam komplett

Die Turbulenzen um die Vergabe der offenen Jugendarbeit Bremgarten sind endgültig abgeklungen. Wie Stadträtin Monika Briner an der Sommergmeind mitteilte, ist die Leistungsvereinbarung mit dem Verein Jugend und Freizeit (VJF) aus Wohlen unter Dach und Fach. Franz Abächerli, der seit Anfang November 2014 den Jugendtreff Bremgarten interimsweise führt, unterzeichnete einen Arbeitsvertrag beim VJF. Abächerli wird die offene Jugendarbeit Bremgarten betreuen, und zwar gemeinsam mit Nathalie Warden aus Eggenwil. Zudem wird Jonas Hasenfratz aus Muri seinen Zivildienst bis April 2016 im Bremgarter Team leisten. Definitiv gestartet wird die offene Jugendarbeit Anfang September, nach Einrichtungsarbeiten im Juli/August.

Sehr deutlich Ja sagte die Sommergmeind sowohl zu drei Kreditabrechnungen als auch zur vorteilhaft ausgefallenen Bremgarter Jahresrechnung 2014. Sie schloss im operativen Ergebnis zwar mit einem Minus von 201 000 Franken ab. Im Gesamtergebnis resultierte aber ein Plus von 3,1 Mio. Franken. Hauptgrund dafür: ein zusätzlicher Fusionsbeitrag des Kantons Aargau in Höhe von 2,04 Mio. Franken.