Die Aktivitäten rund um das Thema Seniorinnen und Senioren in Villmergen nehmen immer mehr Fahrt auf: Avanti 60+ heisst die neue Arbeitsgruppe, welche am zweiten Forum für Altersfragen im Seniorenzentrum Obere Mühle vorgestellt wurde. Die Gruppe wird präsidiert von Rita Stöckli-Meyer und widmet sich den Anliegen aller Personen im Alter von 60+.

Lücken schliessen

Wie Heinz Koch, Präsident der Kommission 60+, den rund zwei Dutzend Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmern erklärte, soll die neue Organisation bestehende Lücken schliessen, deren sich andere Player in Altersfragen aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung nicht annehmen können. Ferner sei Avanti 60+ die Rolle einer Koordinationsstelle zugedacht zum Vermitteln und Unterstützen zwischen den politischen Gemeindeorganisationen wie Gemeinderat und Kommission 60+, bestehenden Organisationen und Personen, sowie der Einwohnerschaft. Die Arbeitsgruppe soll die Freiwilligenarbeit in der Gemeinde fördern und unterstützen. «Hingegen ist nicht erwünscht, dass Avanti 60+ auf die Belange und Strukturen von bestehenden Organisationen und Vereinen einwirkt», betonte Heinz Koch.

Während die Kommission 60+ schon seit einiger Zeit als öffentlichrechtliche gemeinderätliche Kommission und beratendes Organ des Gemeinderats Villmergen eingesetzt ist, basiert die neue Arbeitsgruppe Avanti 60+ auf privatrechtlicher Form. Die Kommission hat unter anderem die wichtige Funktion, der Gemeindebehörde rechtzeitig Handlungsbedarf für Massnahmen oder Angebotsanpassungen aufgrund von aktuellen Beobachtungen und absehbaren Entwicklungen im Seniorenbereich aufzuzeigen. Avanti 60+ klärt Bedürfnisse für neue Angebote ab, sorgt für deren Umsetzung mit grösstmöglicher Nachhaltigkeit, erkundigt sich vorgängig nach der Finanzierungsmöglichkeit und bemüht sich, dass ebendiese Angebote möglichst von Vereinen, Privatpersonen und Organisationen umgesetzt werden. Die Rahmenbedingungen für die Arbeitsgruppe Avanti 60+ versprechen grosse Umsetzungsfreiheit. Die Angebote sollen für Nutzende möglichst kostengünstig sein sowie Gewerbe, Vereine und Organisationen nicht konkurrenzieren.

Damit die Angebote und Termine dem Zielpublikum, den Seniorinnen und Senioren, auch vermittelt werden können, ist ein Veranstaltungskalender besonders wichtig. Diese Plattform und deren Ausgestaltung befinden sich noch im Aufbau. Sie führten am zweiten Forum für Altersfragen zu einem äusserst regen Gedankenaustausch zwischen den Beteiligten.

Politischer Rückhalt

Doch was nützen Kommission, Arbeitsgruppe und Veranstaltungskalender ohne politischen Rückhalt? Wie steht es um die Alterspolitik in Villmergen? Ist das eine Aufgabe des Gemeinderats? «Ja, aber nicht nur», hielt Gemeindeammann Ueli Lütolf fest. Der Gemeinderat bekennt sich ausdrücklich zu seiner Führungsrolle in der Alterspolitik auf Gemeindeebene. Unterstützt wird die Behörde durch das Engagement zahlreicher Freiwilliger, die sich der Altersfragen annehmen.