Muri

Neue Alterswohnungen in Muri: Mäders kommen zurück ins Mäderhaus

Die Baugrube ist ausgehoben, jetzt geht es im Zentrum von Muri an den Bau der zusätzlichen Alterswohnungen.

Die Baugrube ist ausgehoben, jetzt geht es im Zentrum von Muri an den Bau der zusätzlichen Alterswohnungen.

Das Mäderhaus wurde abgebrochen. An dessen Stelle kommen neue Alterswohnungen – und sowohl der frühere Besitzer als auch sein Sohn kehren «nach Hause» zurück.

Baustart für zusätzliche Alterswohnungen in Muri: Nach dem Abbruch des Mäderhauses im Zentrum der Gemeinde realisiert die Stiftung Alterswohnheim St. Martin acht Zweieinhalbzimmer-Wohnungen und eine Vierzimmerwohnung für Menschen, die im Alter noch selbstständig wohnen wollen und können.

Die Attikawohnung im Dachgeschoss wird von Herbert und Cindy Mäder für die Eigennutzung gekauft, und auch die Vorbesitzer des sogenannten Mäderhauses, Bruno und Paula Mäder, werden eine Alterswohnung beziehen. «So bleibt das Mäderhaus das Mäderhaus», lacht Geschäftsleiter Josef Villiger. Es wird auch nicht umbenannt, wie Stiftungsratspräsident André Stierli unterstreicht. Im Zusammenhang mit dem vom Architekturbüro Langenegger in Muri entworfenen Neubau wird das bestehende Angebot für die Mietwohnungen überarbeitet und bedürfnisgerecht bereitgestellt.

Gute Nachfrage nach Alterswohnungen

Beim Alterswohnheim St. Martin habe sich die Nachfrage nach Wohnungen in den vergangenen Jahren verstärkt. «Beim Bau des heutigen St. Martin vor rund 25 Jahren war es trendig, den eigenen Haushalt bei guter Gesundheit aufzulösen und in die Gemeinschaft St. Martin zu ziehen», erklärt Villiger. Diese Kultur bestehe auch heute noch im Stammhaus. Aber die beachtliche Nachfrage nach selbstständigem Wohnen habe den Stiftungsrat und die Geschäftsleitung bewogen, zusätzliche Wohnungen zu schaffen.

Mit dem Kauf und dem Abbruch der Liegenschaft von Malermeister Bruno Mäder in unmittelbarer Nähe kann dieses Ziel nun realisiert werden. Die Wohnungen, erstellt von der Villiger Bau AG, Sins, können voraussichtlich gegen Ende 2020 bezogen werden. Auch das heutige Café-Restaurant St. Martin steht vor einer umfassenden Erneuerung.

Bei Bedarf gibt es Pflege rund um die Uhr

Eine Mietwohnung in der Grösse von zweieinhalb Zimmern wird voraussichtlich für 1350 Franken zuzüglich Nebenkosten angeboten. Im Untergeschoss wird eine gemeinschaftliche Waschküche realisiert, allerdings werden auch Anschlüsse in den Wohnungen eingeplant, die einen eigenen Waschturm im wohnungsinternen Reduit ermöglichen. Das Angebot der heutigen professionellen Pflege gemäss den Standards der Langzeitpflege wird in Richtung interner Spitex überprüft. Die neu geschaffenen und die bereits bestehenden 18 Wohnungen könnten dann während 24 Stunden pflegerisch betreut werden. «Das Angebot mit selbstständigem Wohnen und den Dienstleistungen einer Tag- und Nachtspitex wäre in der näheren Region einzigartig», unterstreicht Villiger.

Ergänzend dazu werden Angebote wie Wohnungsreinigung, Mahlzeiten im Stammhaus oder im Restaurant, gesellschaftliche Anlässe und auch der Notruf ausgearbeitet. «Das Ziel ist weiterhin, im Sinne des Stiftungszweckes für die Bevölkerung ein preiswertes Wohnen im Alter mit differenzierten Dienstleistungen anbieten zu können.»

Überraschungen beim Abbruch

Beim Abbruch des 160 Jahre alten Mäderhauses durch Heiner Stierli Baggerbetrieb AG, Benzenschwil, gab es einige Überraschungen, wie der Präsident der Stiftung St. Martin und der Baukommission, André Stierli, ausführt: «Es kam vielfältiges Material zum Vorschein.» Im alten Haus kamen im Laufe der Zeit verschiedene Baustoffe zur Anwendung. So mussten Schlacke, die damals zur Isolation zwischen den Fussböden eingesetzt worden war, und asbesthaltige Baustoffe zurückgebaut und fachgerecht entsorgt werden.

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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