Sechs Klassenzimmer, sechs Gruppenräume, diverse Nebenräume und ein Mehrzweckraum – diesen Bedarf der Primarschule Jonen zeigte die Planungskommission Schulraumerweiterung am Montag auf. Die Erweiterung wird unter anderem wegen des sechsten Primarschuljahres nötig. Nach lediglich vier Sitzungen präsentierte die Kommission ihre Resultate. An der «Novembergmeind» hatten die Stimmbürger zuvor einen Verpflichtungskredit von 75 000 Franken gesprochen.

Eine zentrale Frage für die Planung sei die Zukunft der alten Turnhalle Rigi gewesen. «Es zeigte sich, dass es dort grossen Sanierungsbedarf gibt und insbesondere die aufsteigende Feuchtigkeit Probleme verursachen würde», erklärte der Architekt und Fachplaner Daniel Zehnder. Deswegen habe man beschlossen, die Halle zum Rückbau freizugeben und stattdessen einen neuen Saal zu bauen.

Kosten von 6 bis 8 Millionen

Die Vision der Planungskommission ist derzeit ein zweistöckiger Neubau, in welchem die Mehrzweckhalle im Erdgeschoss Platz finden würde, die Klassenräume im Obergeschoss. Als Planungsperimeter wurde dabei das ganze Schulareal bis zur Strasse freigegeben. Ein konkretes Projekt gibt es aber noch nicht. Dieses soll erst noch aus einem Wettbewerb hervorgehen. «Wir favorisieren derzeit eine massive Bauweise. Je nach Vorschlägen kommt aber auch eine Leichtbauweise infrage», erklärte Vizeammann Jürg Rüttimann, der das Ressort Schule betreut, auf Nachfrage aus dem Publikum. Eine Idee sei beispielsweise, das neue Gebäude in den Hang zu bauen, sodass nur das Obergeschoss von oben zu sehen wäre.

Die Kosten für das Projekt werden auf insgesamt 6 bis 8 Millionen Franken geschätzt, 5 bis 6 Millionen davon für den Neubau, sowie rund 500 000 Franken für die Einrichtung der neuen Zimmer. Dazu kommen Kosten für den Rückbau der Turnhalle sowie für eine sanfte Sanierung des Schulhauses Rigi. Geschätzte 800 000 Franken dürfte zudem die Gestaltung der Umgebung mit neuem Pausenplatz kosten.

Bei diesen hohen Beträgen fragte sich doch die Eine oder der Andere, ob das wirklich nötig sei. «Das ist eine Verdoppelung der Klassenzimmer. Sollen etwa alle Klassen doppelt geführt werden?», kam prompt die Frage aus dem Publikum.

Schulleiter, Walter Koch dementierte, dass das Projekt überrissen sei: «Die Primarschule Jonen verfügt heute über keine Gruppenräume und kein Sprachenzimmer. Mit dem Neubau erhalten wir die nötige Kapazität dafür.» Eingeplant sei eine Reserve von zwei Klassenzimmern. Je nach Schülerzahl in den Klassen könnten diese rasch gebraucht werden, wenn zum Beispiel eine Klasse wegen ihrer Grösse aufgeteilt werden müsse.

Bau bis Ende 2016 möglich

An der kommenden Gemeindeversammlung vom 13. Mai soll der Wettbewerbskredit von 120 000 Franken vorgelegt werden, an der «Wintergmeind» soll gemäss Zeitplan der Planungskredit folgen, ein Jahr später der Baukredit. Sofern es zu keinen Verzögerungen komme, könnte das neue Schulhaus Ende 2016 bezugsbereit sein. Vizeammann Rüttimann betonte an der Infoversammlung: «Der Bau ist mit gleich bleibendem Steuerfuss finanzierbar, auch wenn es knapp wird.»