Wohlen

Natalie Rüttimann will Mamas Lied in Malmö singen

Natalie Rüttimann liebt Musik. lis

Natalie Rüttimann liebt Musik. lis

Natalie Rüttimann aus Wohlen ist eine der 175 Kandidatinnen, welche die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö vertreten wollen. Die Wohlerin hat den Song für ihre Mutter geschrieben.

«Schon als kleines Kind habe ich oft gesungen. Meistens passend zu meinen Bewegungen», berichtet Natalie Rüttimann. «Das erzählt jedenfalls meine Mutter», lacht sie. Um diese geht es auch in ihrem neuen Song «From Berlin to Switzerland», mit dem sie für die Schweiz am Eurovision Song Contest (ESC) auftreten möchte. «Ich habe das Lied für meine Mutter geschrieben», erzählt die Sängerin, die sich bei Auftritten Nataly nennt.

Die Mutter Karin Rüttimann ist Schriftstellerin und Malerin, sie wird nächste Woche 70 Jahre alt – zu diesem Anlass komponierte Rüttimann das rhythmische Lied, dessen Text sich auf das Leben der Mutter bezieht. «Es ist ein sehr spezieller Song», sagt sie, «so wie ihr Leben. Manchmal fröhlich, manchmal traurig. Ich hoffe natürlich, dass er ihr und auch der breiten Masse gefällt.»

Bei Musik nicht kompromissfähig

«Ich habe eine starke, samtige Stimme, welche die Leute berührt», erklärt die 42-Jährige. «Deswegen, und weil ich immer mein Bestes geben würde, sollte ich die Schweiz beim ESC vertreten.»

Mit 16 Jahren nahm Rüttimann ihre ersten Gesangsstunden. Doch bald merkte sie, dass ihr das Autodidaktische mehr liegt. «Ich bin nicht kompromissfähig, was die Musik angeht», sagt sie. «Ich möchte genau so singen, wie ich es für richtig halte.» Um mehr über Musik zu erfahren, hat sie später dann doch ein Musikstudium in Zürich begonnen, das sie 1998 abschloss. Darauf sang sie in verschiedenen Bands. Mit der Gruppe How now Spirit erlebte sie ihren grössten Auftritt: Vor 10000 Zuhörern gab sie im Jahr 2000 am Open Air Lengnau ihre Gesangskünste zum Besten. Obwohl dies eine sehr positive Erfahrung gewesen sei, bevorzugte sie es später aber, im kleineren Rahmen aufzutreten. Heute gibt sie Gesangsstunden und tritt regelmässig mit einem Soloprogramm in Kleintheatern und an Privatanlässen auf.

Sollte sie den Wettbewerb nicht gewinnen, sei sie nicht traurig, sagt die aufgestellte Sängerin. «Ich bin realistisch. Alleine die Teilnahme bedeutet mir viel», erklärt sie.

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