Muri

Nadelöhr soll nun doch verschwinden

Die Erweiterung der SBB-Unterführung in Muri wird doch geplant. Bis zur Realisierung dürften noch Jahre ins Land gehen.

Die Erweiterung der SBB-Unterführung in Muri wird doch geplant. Bis zur Realisierung dürften noch Jahre ins Land gehen.

In Muri wird mit dem Ausbau der SBB-Unterführung Zürcherstrasse die Brücke für Langsamverkehr hinfällig.

Das ursprüngliche Projekt der Rad- und Fusswegverbindung zwischen Bahnhof Muri und Grindelstrasse muss angepasst werden: Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt und die SBB prüfen die Erneuerung und Erweiterung der Unterführung Zürcherstrasse, die für den Rad- und Fussgängerweg geplante separate Brücke ist nicht mehr nötig. Die im Projekt Rad- und Fusswegverbindung Bahnhof-Grindelstrasse vorgesehene Brücke für den Langsamverkehr über die Zürichstrasse wird deshalb zurückgestellt und zusammen mit der Sanierung der SBB-Unterführung geplant.

Die Absicht der SBB, die Unterführung zu erweitern, freut den Gemeinderat sehr. «Das Nadelöhr wird aufgehoben». Irritiert ist er aber trotzdem, wie Vizepräsidentin Milly Stöckli ausführt. «Die plötzliche Kehrtwende ist etwas speziell.» Tatsächlich haben die SBB bisher immer erklärt, die Unterführung sei vorerst nicht anzutasten, auch nicht, als die Gleiserweiterung realisiert wurde.

Realisierung frühestens in drei, vier Jahren

Die Erweiterung der Unterführung besteht erst als Vorplanung auf dem Papier. Bis mit einer Realisierung gerechnet werden kann, dürften drei, vier Jahre ins Land ziehen – und damit auch für die Querung der Zürcherstrasse durch den Langsamverkehr.

Im November 2018 haben die Stimmberechtigten für die Rad- und Fusswegverbindung Bahnhof und Grindelstrasse einen Kredit von einer guten Million Franken gesprochen. Dieses Projekt, das auch das neue erstellte Luwa-Areal für Fussgänger und Velofahrer gut erschliesst, sah die Erstellung einer Brücke über die Zürcherstrasse allein für diese Kategorie Verkehrsteilnehmenden vor und war an der Einwohnergemeindeversammlung unbestritten, zumal es auch der verbesserten Schulwegsicherung dient. Doch wäre es jetzt angesichts der Planungen von Kanton und SBB unsinnig, diese zu bauen.

«Würde die Fuss- und Radwegbrücke heute erstellt, so müsste dieselbe für die Erneuerung und Erweiterung der SBB-Unterführung bereits wieder per Ende 2024 zwingend zurückgebaut werden. Die Kosten für ein solches Provisorium sind wirtschaftlich nicht vertretbar», schreibt der Gemeinderat. Die Erneuerung und Anpassungen an der Personenunterführung Mürlifeld werden jedoch wie vorgesehen ausgeführt und die Bauarbeiten sind im 2020 geplant. Auch wird versucht, bis zur Erweiterung der Unterführung den Langsamverkehr provisorisch an das weiterführende Radwegnetz anzuschliessen.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

Meistgesehen

Artboard 1