«(K)eine wie (k)eine» heisst das diesjährige Hägglinger Fasnachtsmotto. «Eine wie keine», bedeutet das für Conny Schmid, Präsidentin der Hächle-Zunft. «Aber man könnte es auch anders lesen», sagt sie lachend. So genau weiss selbst die eingefleischte Fasnächtlerin nicht, wie das Motto zu verstehen ist. Doch das ist auch nicht nötig, an der Fasnacht tun sowieso alle, was ihnen am meisten Spass macht: «Sich verkleiden, gemütlich zusammen sein und Spass haben», fasst Susanne Spycher, Aktuarin der Hächle-Zunft, zusammen.

Für die beiden Mitorganisatorinnen des Nachtumzugs, der am 22. Februar ab 19 Uhr rund einen Kilometer weit durchs Dorf rollt, steht fest, dass es eine Fasnacht wie noch nie werden soll. Nur jedes zweite Jahr – im Wechsel mit dem Dottiker Fasnachtsumzug – findet ein Hägglinger Nachtumzug statt. Dieser wird stets von allen drei Gesellschaften, der Hächle-Zunft, den Hächle-Guggern und den Bachdolen, organisiert.

35 Wagen und neun Guggen werden zur neunten Austragung erwartet. «Wir haben Nummern von Urdorf bis Aesch Luzern und Aesch Zürich, aber natürlich auch unsere dorfeigenen Fasnächtler.» Traditionell führt der Zunftmeister auf seinem Wagen den Umzug an. Es werden rund 1000 Fasnächtler und etwa 2000 Zuschauer erwartet. Von den 2000 Plaketten, die jedes Mal verkauft werden, bleiben jedenfalls selten welche übrig.

«Wir hoffen, dass dieses Jahr auch das Wetter besser mitspielt als letztes Mal», ist das Einzige, was für Conny Schmid nicht planbar ist. «Vor zwei Jahren war es so bitterkalt, dass wir schon Angst hatten, die Leute kommen nicht. Aber punkt 19 Uhr waren dann doch alle da.»

Dorf in Fasnächtlerhand

Die Hägglinger Fasnacht beginnt mit der Inthronisation des Zunftmeisters am 21. Februar. An diesem Anlass übergibt der Gemeinderat den Fasnächtlern offiziell das Zepter des Dorfes. Dazu stellen sich Gemeinderat und Zunftmeister eine Aufgabe, die bis zum Ende der Fasnacht erledigt werden muss. Der zweite Höhepunkt ist der Nachtumzug am Samstag.

Am Schmutzigen Donnerstag, dem 27. Januar, folgen dann Kinder-Ball sowie Guggen-Festival. Und mit den verschiedensten Bällen, ausgerichtet von allen möglichen Vereinen des Dorfes, geht die Fasnacht weiter, bis sie am Dienstag, 4. März, mit der Uslumpete offiziell endet.

«In Hägglingen gehört es ganz einfach zur Tradition, dass man sich an den verschiedenen Bällen sehen lässt», berichtet Conny Schmid. «Das ist auch das Schöne bei uns im Hägglingen, denn an solchen Festen trifft man wirklich das ganze Dorf an.» Susanne Spycher fügt voller Vorfreude hinzu: «Es herrscht sowieso eine grosse und schöne Festkultur im Dorf.

Wenn es irgendwo etwas zu feiern gibt, sind immer alle mit dabei. Das gefällt mir am besten an der Fasnacht: Man hat eine ausgelassene, schöne Zeit mit der ganzen Bevölkerung.» Und mit Kinder-Ball am Schmutzigen Donnerstag und Familien-Ball am Fasnachtssonntag wird auch für die nächste Generation der Fasnächtler gesorgt.