Wohlen
Nachbarin: «Ich hörte Geschrei, es klang wie Hilferufe»

Die zweite Bluttat innerhalb von wenigen Tagen erschüttert die Gemeinde Wohlen. Ein Kosovo-Albaner soll seine Ehefrau mit Messerstichen verletzt haben. Die Einwohner von Wohlen reagieren geschockt auf den Vorfall.

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Nachbarin Anni Gutknecht hat einen Streit zwischen dem Ehepaar gehört.

Nachbarin Anni Gutknecht hat einen Streit zwischen dem Ehepaar gehört.

Screenshot Tele M1

Anni Gutknecht, die Nachbarin des Paares, sagte gegenüber Tele M1, verdächtige Geräusche wahrgenommen zu haben: «Ich hörte Geschrei, es klang wie Hilferufe.»

Ein 23-jähriger Mann soll am Montagabend seiner Frau Schnitt- und Stichverletzungen am Hals zugefügt haben. Der Zustand des Opfers ist zwar stabil, die 24-Jährige liegt aber momentan im Spital. Der mutmassliche Täter, eine Kosovo-Albaner, befindet sich erst seit wenigen Wochen in der Schweiz. Das Ehepaar hatte letztes Jahr geheiratet.

Einwohner sehen hohe Ausländerzahl als möglichen Grund

Der Fall ist bereits die zweite Bluttat in Wohlen innerhalb von wenigen Tagen: Erst am Samstag wurde eine 35-jährige Frau angeschossen und erlag später ihren Verletzungen. Auch hier steht der Ehemann unter dringendem Tatverdacht.

Die Vorfälle hinterlassen auch bei der Wohler Bevölkerung Spuren. «Ich bin schon etwas geschockt», sagte ein Passant gegenüber Tele M1. Ein anderer Mann glaubt, dass «man schon fast einen Revolver im Sack haben sollte».

Einige Passanten sehen die hohe Zahl der Ausländer als möglichen Grund für die beiden Konflikte.

Derweil ist die Polizei noch immer auf der Suche nach dem mutmasslichen Täter. «Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen», sagt Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei, «am Ursprung des Falles muss jedoch ein Streit stattgefunden haben.»