Bremgarten

Nach zehn Monaten Planung: Jetzt kann auf dem Lindenplatz gerutscht werden

Es gab unsichere Moment, doch jetzt besteht die Eröffnung des Eisfeldes bei der Kapuzinerkirche kurz bevor. Das Organisationskomitee hat grosse Pläne.

Kinder und Erwachsene, die unbeholfen oder sehr elegant über das Eisfeld bei der Kapuzinerkirche in Bremgarten gleiten, der Geruch von Raclette in der Luft, eine wärmende Tasse Glühwein in der Hand, weihnachtliche Beleuchtung – solche Vorstellungen waren lange Wunschdenken, werden jetzt aber zur Realität. Am Samstag um 11 Uhr soll das neue Eisfeld eröffnet werden.

Die Mitglieder des Organisationskomitees Eisfeld sitzen im «Iisfäld-Stübli». Darin herrscht winterliche Chalet-Stimmung. «Vor zehn Monaten haben wir die Entscheidung getroffen, ein Eisfeld zu errichten, und jetzt wird diese Entscheidung endlich konkret», sagt Thomas Bopp, Stiftungsleiter der St. Joseph Stiftung.

Eisstockschiessen und Raclette essen

Konkret heisst: Draussen auf dem Lindenplatz steht ein Mann in der Kälte, der sich nach den Ästen der Linde streckt. Er sorgt dafür, dass die weihnachtliche Beleuchtung des Baums auch richtig funktioniert. Gleich daneben wird momentan das Eisfeld aufgebaut. Noch ist es eine rund 180 m2 grosse Holzfläche, die mit einer weissen Plastikplane bedeckt ist. Eifrig montieren die Arbeiter jetzt die nötigen Komponenten, damit am Samstag auch Schlittschuh gelaufen werden kann.

Regula Kappeler, zuständig für die Infrastruktur beim Eisfeld, betont: «Wir haben echtes Eis! Kein Kunsteis.» Sie schaut auf ihre Wetter-App: «Für echtes Eis ist es ja auch kalt genug.» Ziel der Organisatoren ist, mit dem Eisfeld einen Begegnungsort während der Adventszeit zu schaffen. Das «Iisfäld-Stübli» will mit Fondue, Raclette und Wurst die Wintersportler verköstigen. «Vielleicht gibt es auch noch Flammkuchen», sagt Inhaber Juri Tirez. Ausserdem will er dafür sorgen, dass Bands auftreten. Auf dem Eis organisiert der Kinderhort «Flügepilz» eine Kinderdisco, für Menschen im Rollstuhl gibt es spezielle Eisgleiter und man kann sich im Eisstockschiessen messen.

50 000 Franken in drei Monaten

«Mit den Aufbauarbeiten lief es reibungslos», sagen die Organisatoren. Das Eisfeld wird dieses Jahr noch als Pilotprojekt durchgeführt, soll aber auch in den nächsten Jahren aufgebaut werden, sagt Thomas Bopp. Dafür soll ein neuer Verein gegründet werden.

Jetzt, so kurz vor der Eröffnung, sind die OK-Mitglieder noch etwas nervös. Aber auch erleichtert. Denn das Eisfeld zu organisieren, war nicht einfach. «Es gab bange Zeiten», sagt Bopp. «Im Frühjahr mussten wir innerhalb von drei Monaten 50 000 Franken Sponsoring-Gelder einholen.»

Kommunikationsverantwortliche Mirjam Hegenbarth ergänzt: «Und im September, als wir das Betriebskonzept bei der Stadt einreichen, die Website gestalten und Werbung machen mussten. Das war stressig.» Doch die Mühen lohnten sich und das Eisfeld ist da – auch passend zum 130. Geburtstag der St. Joseph Stiftung.

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