Genau vor einem halben Jahr wäre der erste Termin für die Neueröffnung der Mehrzweckhalle Besenbüren geplant gewesen. Ein Wasserschaden machte der Gemeinde jedoch einen Strich durch die Rechnung. Unterdessen sind die Schäden aber behoben und die Gemeinde lud zur Besichtigung der sanierten Anlage ein.

Trotz Wasserschaden im Budget

Im Nachhinein nimmt es die Gemeinde mit Humor. «Meister, die Arbeit ist beendet. Soll ich sie gleich reparieren», witzelte Gemeindeammann Hermann Knecht an der Einweihungsfeier.

Genau eine Woche vor geplanter Eröffnung im Oktober des letzten Jahres stand das Wasser zentimeterhoch in der Mehrzweckhalle. Der Boiler war nicht richtig angeschlossen worden. Das führte zu einer Überhitzung und schliesslich zum Schmelzen der Röhrchen.

Da der Boiler weiterarbeitete, verbreitete sich das Wasser im ganzen Gebäude. Vor allem die neu gemachte Turnhalle und die Geräteräume waren betroffen. Für die Wiederherstellung brauchte es natürlich Zeit. Die Räume wurden ausgetrocknet und die Mängel repariert.

Der Vorfall zieht jedoch keine bleibenden Schäden mit sich. Auch finanziell steht die Gemeinde gut da. «Wir sind immer noch unter der vorgegebenen Limite. Das genehmigte Budget haben wir nicht überschritten», erklärte Vizeammann Franziska Moser.

Der grösste Teil der Reparaturschäden wurde von der Versicherung des verantwortlichen Handwerkers übernommen.

Nachhaltig und hochwertig

Wer bei der Besichtigung grosse Veränderungen erwartete, wurde enttäuscht. Äusserlich hat sich die Mehrzweckhalle nicht gross verändert. Der Schein trügt jedoch. Die Haustechnik wurde komplett erneuert.

Die Ölheizung wich einer zeitgemässen CO2-neutralen Pelletheizung und die sanitären Anlagen wurden ausgetauscht. «Wir haben dem Umweltgedanken Rechnung getragen und zudem qualitativ hochwertige Arbeit geleistet», sagte Hermann Knecht. Auch ein Notausgang aus den Kabinen im Falle einer Brandgefahr wurde eingesetzt.

Die Mehrzweckhalle wird von vielen Dorfvereinen genutzt. Eine Theatergruppe übt in der Halle und die Schule turnt darin. «Die Turnhalle ist ein sehr zentraler Punkt für unser Dorf», sagte Vizeammann Franziska Moser.

Bleibt zu hoffen, dass die sanierte Anlage ohne weitere Zwischenfälle so bestehen bleibt. Wenn alles klappt, steht eine neue Sanierung erst wieder in 25 Jahren an.

1,5 Mio Franken bewilligt

Die Mehrzweckhalle Besenbüren ist vor 35 Jahren gebaut worden und wies mit der Zeit erheblichen Sanierungsbedarf aus. 2013 wurden eine detaillierte Zustandsbeurteilung vorgenommen und ein Projekt für die Behebung der zahlreichen Mängel ausgearbeitet.

Sanierungsbedürftig waren insbesondere die Heizung, die elektrischen und sanitären Anlagen sowie das Dach. An der Einwohnergemeindeversammlung vom 22. November 2013 wurde ein Kreditbegehren über 1,5 Mio. Franken gutgeheissen und im Sommer 2014 mit der Renovation begonnen.