Zum Unfall: Heftige Kollision zwischen LKW und Zug – zwei Verletzte

Auf dem Mutschellen gibt es nach wie vor keine Bahnschranke, sondern lediglich eine Lichtsignalanlage. Schon 2014 hat das Bundesamt für Verkehr verfügt, dass die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD) an vier Übergängen Halbschranken einrichten oder dort langsamer fahren müsse.

Die BD entschied sich nicht zuletzt aus fahrplantechnischen Gründen für Barrieren, arbeitete entsprechende Projekte aus und legte diese noch im gleichen Jahr öffentlich auf. In der Folge gab es mehrere Beschwerden, alle mit der gleichen Begründung: Wenn besagte Übergänge von Lichtsignal- auf Barrierenbetrieb umgestellt würden, gäbe es noch längere Wartezeiten, noch mehr Stau auf der Mutschellenachse und zudem noch mehr Schleichverkehr durch die angrenzenden Quartiere.

Im Juli 2017 hat das Bundesamt für Verkehr sämtliche Einsprachen abgelehnt. Jene von Privaten ebenso wie jene von Gemeinden und Kanton. Die Gemeinden Berikon, Widen und der Kanton Aargau haben diese Beschwerden jedoch im August 2017 an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen, Dort sind sie nach wie vor hängig.

Erledigt ist bisher einzig die Einsprache der Gemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg. Sie hatte sich gegen den Bau einer Barriere am Knoten Bernstrasse/Friedlisbergstrasse in Rudolfstetten gewehrt. Das Bundesgericht hat diese Beschwerde am 12. Januar 2018 abgewiesen. Der Unfall vom Freitag dürfte den Barrierenstreit neu befeuern.

Hier sehen Sie die Bilder vom Unfall: