Wohlen
Nach über 1000 Besuchern: Die Missionare pausieren ihr beliebtes Projekt

Vorläufig gibt es keine Fortsetzung der «Mission Freiamt» – das soll aber nicht das Ende bedeuten.

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Am 3. März fand im Wohler Chappelehof der vierte und letzte Teil der Mission Freiamt statt – im Bild Jörg Meier, Elisabeth Zimmermann-Mäschli, Julian Huber und Philipp Galizia (von links). Archiv/Toni Widmer

Am 3. März fand im Wohler Chappelehof der vierte und letzte Teil der Mission Freiamt statt – im Bild Jörg Meier, Elisabeth Zimmermann-Mäschli, Julian Huber und Philipp Galizia (von links). Archiv/Toni Widmer

Toni Widmer

Die kabarettistische und musikalische Bestandesaufnahme «Mission Freiamt» wird trotz des grossen Erfolges der ersten Staffel 2015/2016 vorläufig nicht fortgesetzt. Die vier Veranstaltungen im Chappelehofsaal in Wohlen stiessen auf reges Interesse: Rund 1000 Zuschauer erlebten besondere Freiämter aller Art und Coleurs, genossen die Bilder aus alten Zeiten, freuten sich am ersten inoffiziellen Freiämter Staatsorchester, waren gerührt vom gemeinsamen Gesang des Freiämterliedes. Sie hegten gemeinsam aufmüpfige Gedanken. Und viele stärkten sich vorgängig und mehrgängig beim kulinarischen Vorspiel in der Kulturbeiz.

Witzige und nebulöse Gespräche

Besonders in Erinnerung bleiben etwa der Flashmob der Murianer Kult-Band Ilsah, das von der Empore jodelnde «Echo vom Lindenberg». Oder die schwankenden Begegnungen auf der Schwebene: der witzige und geistreiche Dialog zwischen Susanne Wille und Adrian Meier über einen möglichen Kanton Freiamt, das tiefsinnige, aber auch leicht nebulöse Gespräch mit Schriftsteller Silvio Blatter und Psychiater Sepp Sachs.

Zum Beben brachten den Saal zudem die drei jungen in der gleichen Strasse aufgewachsenen Künstler Andreas Bürgisser, Kaya Inan und Sarah Chaksad – und ebenso «Mäschli» Zimmermann und Julian Huber, die den Freiämter Strohhut zu ihrem Thema machten.

Private Projekte

Und obwohl es so schön war und auch so gut, haben sich die «Missionare» Philipp Galizia, Jörg Meier, Jörg Hauser, Colette Meyer, Christina Stauber und Roman Sticher darauf geeinigt, die Veranstaltungsreihe vorderhand nicht weiterzuführen. Individuelle private Projekte beanspruchen so viel Zeit und Energie, dass eine Fortsetzung der «Mission Freiamt» zurzeit nicht geplant werden kann.

Das treue Freiämter Publikum stellte viele hartnäckige Nachfragen, wann es denn weitergehe und wie, berichten die Verantwortlichen. Die Missionare sind zuversichtlich, dass die Pause keineswegs das Ende der «Mission Freiamt» bedeutet. Wenn es zeitlich wieder besser zusammenpasse oder das Freiamt sie besonders dringend nötig habe, komme die «Mission Freiamt» zurück. (az)

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