Der erste Eisläufer der Saison betrat am Samstag, 8.15 Uhr, die Halle. Bastian Hüsser, 26, ETH-Student aus Wohlen, ist der Erste auf dem frisch präparierten Eis. Geschäftsführer Christian Meier freut sich: «Eine dreissigjährige Leidensgeschichte findet mit der Eröffnung der neuen Eishalle ein Ende. Endlich haben wir ein Dach und eine tolle, topmoderne Infrastruktur zu bieten. In dieser Saison müssen wir vor allem Erfahrungen mit der neuen Anlage sammeln.»

Eismeister Daniel Hürzeler gibt dem Eis noch den letzten Schliff und dann ist es so weit: Bastian Hüsser darf aufs gefrorene Nass. Erst etwas zaghaft, was vielleicht auch an den neuen Schlittschuhen liegen dürfte, beginnt Hüsser seine Bahnen zu ziehen. Christian Meier schaut zu und wartet gespannt auf das Urteil des Eiskunstläufers: «Wenn Bastian sagt, das Eis sei gut, dann kann man dieser Einschätzung trauen, denn er ist ja schliesslich vom Fach.»

Die ersten Schlittschuhläufer wagen sich aufs Eis

Die ersten Schlittschuhläufer wagen sich aufs Eis

Wenig später erscheint auch Eismeister Hürzeler mit Kufen unter den Füssen, schliesslich will sich dieser selber ein Bild von der Qualität der von ihm aufwendig präparierten Eisfläche machen. Idealerweise ist das Eis zwischen drei und dreieinhalb Zentimeter stark. Am vergangenen Sonntag sah das allerdings ganz anders aus. Es war zu warm und windete stark, so stand das Eisfeld gute 2 Zentimeter unter Wasser.

Zudem trugen heftige Sturmböen Blätter in die Halle, die auf der Eisfläche sogleich anfroren und in mühseliger Arbeit wieder rausgekratzt und rausgeschliffen werden mussten. Sogar roten Sand haben die Eismeister gefunden. Diesen hatte es vom gegenüberliegenden Tennisplatz reingeweht. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz konnte das Eisfeld pünktlich zum Start der Eislaufsaison dem Publikum zugänglich gemacht werden.

Farben im Eis

Besonders stolz ist Christian Meier auf die farbige Werbung, die erstmals in der Geschichte der Wohler Kunsteisbahn in das Eis eingelassen wurde. «Das sieht toll aus, diese Farbtupfer im Eis sind so professionell wie auf einem Nati-A-Eisfeld», freut sich der Verantwortliche des Sportparks Bünzmatt. Es ist aber noch nicht ganz alles fertig: Zum Beispiel muss im Matchhäuschen noch die Beschallungsanlage mit Mikrofon und Musik eingebaut werden.

Allmählich beginnt sich die Eishalle zu füllen. Der zweite Gast auf dem Eis ist Noël Hug, 8, aus Stetten. Er ist mit seinem kleinen Bruder Janis, 4, und seinem Papi Benjamin, 39, gekommen. Noël ist begeisterter Hockeyspieler beim HC Wohlen und freut sich, dass er wieder eislaufen kann. Familie Hug hat das Eis aber nicht sehr lange für sich alleine: Drei junge Männer zwischen 15 und 16 Jahren aus Bremgarten und Fischbach-Göslikon erobern jetzt mit Eishockeyschläger und Puck das Eisfeld. K

urzerhand wird es unterteilt in ein Spielfeld mit zwei Toren und einen Eislaufbereich. Alle Anwesenden packen mit an. Eismeister Hürzeler macht mit der Bohrmaschine ein paar Löcher ins Eis, um die Tore sicher zu verankern, kurz darauf hört man die ersten Pucks gegen die Banden knallen. Das muss Musik in den Ohren eines Hockeyspielers sein. Endlich können sie ihre Leidenschaft wieder ausleben und in den kommenden Monaten noch viele Pucks im gegnerischen Tor versenken.