Der 79-jährige Wohler Kutscher Hansruedi Meier hat Glück gehabt: Gestern war seine Kutsche in voller Fahrt gekippt und er musste mit Kopfverletzungen ins Spital Muri eingeliefert werden. Dort stellte sich heraus, dass nichts Schlimmes passiert ist, wie er am Dienstag gegenüber TeleM1 erklärte. Nun will er nur noch eines: «So schnell wie möglich zurück auf den Bock».

Es gibt kaum einen Tag, an dem Meier in Wohlen und Umgebung nicht mit seinem Pferdegespann unterwegs ist: «Sie sind meine Leidenschaft.» Warum die beiden 18-jährigen Tiere am Montag beim Restaurant Sternen scheuten, kann er sich nicht erklären. Er weiss aber noch, dass die Bremse «zu wenig gezogen» hat, er die Pferde nicht mehr kontrollieren konnte und am Kreisel im Ortszentrum vorbeiraste.

«Den Pferden geht es gut»

Beim Versuch, die Kutsche zum Hang hin in ein Strässchen zu lenken, und das Gefährt damit abzubremsen, kippte es. Meier wurde vom Bock geschleudert. Auch ein 13-jähriger Passagier, der unverletzt blieb. Danach erinnere er sich an nichts mehr. Erst im Spital habe er sein Bewusstsein zurückerlangt. 

Die Pferde selbst hatten ebenfalls einige Schrammen abbekommen. Tierarzt Jakob Strebel sagte am Montag: «Den Pferden geht es gut.» 

Ein Rätsel ist der Unfall auch Meiers Ehefrau Theres: «So etwas ist noch nie passiert.» Nun ist sie aber froh, dass auch ihr Mann wie dessen Pferde wohlbehalten nach Hause zurückkehrt.

Dass es den Pferden gut geht, ist laut Therese Meier auch für ihren Mann das Wichtigste.

Dass es den Pferden gut geht, ist laut Therese Meier auch für ihren Mann das Wichtigste.