Nesselnbach

Nach fünfjähriger Pause: Der «Chörbismärt» ist zurück

Andreas Hufschmid und seine Familie veranstalten an den nächsten beiden Wochenenden den Chörbismärt in der Dorfschür in Nesselnbach

Andreas Hufschmid und seine Familie veranstalten an den nächsten beiden Wochenenden den Chörbismärt in der Dorfschür in Nesselnbach

An den nächsten beiden Wochenenden kann man im Freiamt wieder allerlei Kürbissorten bestaunen. Eigens für den Kürbis-Markt wurden auf 6,5 Hektaren Land 70 verschiedene Kürbisse angebaut.

Hunderte kleine, grosse, dünne und dicke, viel- und einfarbige Kürbisse werden auf einem Feld in Nesselnbach von stacheligen Ranken umwuchert. Mittendrin steht Andreas Hufschmid, Betriebsleiter der Dorfschür im Dorf bei Niederwil.

Nach fünfjähriger Pause organisiert er dieses Jahr erneut den Kürbismarkt, den seine Familie schon seit fast 20 Jahren veranstaltet. «Kürbisse in grossen Mengen anzupflanzen, ist sehr aufwendig und zeitintensiv», erzählt Hufschmid.

Das Unkraut kann chemisch nicht beseitigt werden, man muss also von Hand jäten und ernten. «Meine Familie und ich haben durchatmen müssen. Jetzt stecken wir umso mehr Energie und Motivation in den diesjährigen Kürbismarkt», sagt er.

Kürbissamen aus Paris

Auf die Idee, Kürbisse professionell anzubauen und zu vermarkten, kamen Andreas’ Eltern: Vor 20 Jahren entdeckten sie eine Kürbispflanze auf ihrem Kompost und liessen sie ungestört wachsen. Als diese die ersten Kürbisse hervorbrachte, war die Neugier des Landwirtepaars geweckt: «In der Nähe von Paris gab es damals eine grosse Kürbisfarm. Meine Frau und ich sind in den Flieger gestiegen, liessen uns in Frankreich über Kürbisse informieren und nahmen Samen mit heim», erzählt Guido Hufschmid über die Anfänge der Kürbiswirtschaft.

«Wir hatten von Anfang an den Plan, Kürbisse professionell anzubauen.» Der erste Ertrag war enorm und Hufschmids wurden von Kürbisfans überrannt: «Wir haben einen Boom ausgelöst», sagt Guido Hufschmid. Auch heute sind die Gewächse immer noch sehr beliebt. In den Regalen von Migros und Coop gehören Speisekürbisse wie Butternut oder roter Hokkaido zum Sortiment, und jeder Florist benutzt Zierkürbisse für seine Herbstdekorationen.

Wie vielseitig Kürbisse sind, will die Familie Hufschmid die nächsten beiden Wochenenden beweisen. Eigens für den Markt und die Grosshändler wurden auf 6,5 Hektaren Land 70 verschiedene Kürbissorten angebaut. Kulinarisch dreht sich auch alles um Cucurbita, wie Kürbisse auf Lateinisch heissen.

Hausgemachte Kürbissuppe, Kuchen, Konfi, Würste und gebrannte Kürbiskerne, die übrigens krebsvorbeugend wirken, gibts für die Besucher der Festwirtschaft. Guido Hufschmid stellt den diesjährigen Markt unter das Motto «Begegnungen». Man könnte auch «Piazza» dazu sagen, ergänzt er: «Wir stellen Holz- und Kürbisschnitzereien auf, organisieren Festzelte und Ländlermusik und bauen einen Park aus Kürbisgewächsen.»

Kürbisse selber schnitzen

Die Vorbereitungen sind noch im Gange, auch Streichelzoo und Spielplatz für die Kinder wollen noch aufgebaut werden. Die Kleinen können am Markt selbst Kürbisse schnitzen und ihre Kreativität ausleben.

Die Erlöse eines Wettbewerbs gehen an die Integra, Stiftung für Behinderte, mit der die Dorfschür zusammenarbeitet. «Beim Chörbismärt geht es nicht nur um Kürbisse», schliesst Andreas Hufschmid, «die Besucher sollen eine gute Zeit zusammen verbringen können, wie bei einem Jahrmarkt.»

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