Merenschwand
Nach drei Bränden innert 27 Stunden: Polizei verhaftet zwei mutmassliche Feuerteufel

Nach drei Fällen von Brandstiftung innerhalb eines Tages in Merenschwand hat die Polizei nun zwei mutmassliche Feuerteufel verhaftet.

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Innert nur 27 Stunden loderten die Flammen in einer Kistenfabrik, einer Waldhütte und in einer Thuja-Hecke – und verlangte von den Feuerwehrleuten der Region Einiges ab. Dass die Vorfälle in der Gemeinde zeitlich so nahe beieinanderliegen, lässt eigentlich nur eine Schlussfolgerung zu: die Brände wurden absichtlich gelegt.

Recherchen des Regionalsenders Tele M1 zeigen nun, dass offenbar zwei Personen verhaftet wurden. Die Handschellen sollen nur wenige Meter vom letzten Brandherd bei der Thuja-Hecke geklickt haben. Die beiden mutmasslichen Feuerteufel sollen noch während die Flammen loderten in der Nähe der Hecke herumgeschlichen sein. Dies sei den Polizeibeamten verdächtig vorgekommen.

Bilder vom Brand der Waldhütte in Merenschwand:

Brand Merenschwand
3 Bilder

Brand Merenschwand

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Bevölkerung atmet auf – vorerst

Die Nachricht der Verhaftung sorgt für Erleichterung im Dorf. Matthias Löhrer wohnt ganz in der Nähe des dritten Brandplatzes. Gegenüber Tele M1 sagt er: «Ich wohne in einem alten Holzhaus. Da ist einem schon etwas bange, dass man selbst ein Opfer dieser Brandstifter werden könnte.» Er sei erleichtert über die Festnahmen – sofern es sich bei den beiden wirklich um die Feuerteufel handelt.

Für den forensischen Psychiater Josef Sachs ist es nämlich eher ungewöhnlich, dass die beiden Festgenommenen gemeinsam in die Brandstiftungen verwickelt sind. «Meisten handeln Brandstifter alleine», erklärt er und fügt an: «Es sind meistens jüngere Männer, die nicht selten psychische Probleme haben.»

Ob gegen beide Personen ermittelt wird, ob sie in Haft bleiben müssen und was ihr Motiv ist, ist derzeit unklar. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (luk)