Oberwil-Lieli
Nach dem Frühlingsputz ist es im Umfahrungs-Tunnel wieder viel heller

Der kantonale Strassenunterhalt und eine Spezialfirma haben am Mittwoch die Spuren des Winters im Umfahrungs-Tunnel in Oberwil-Lieli beseitigt. Konkret waren das Schmutz und Salz. Die Sperre dauerte neun Stunden.

Toni Widmer
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Im Tunnel von Oberwil-Lieli hat die Frühlingsputzete stattgefunden. Sie dauerte am Mittwoch von 8.30 bis 16.30 Uhr.
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Frühlingsputz im Umfahrungstunnel Oberwil-Lieli
Die Maschinen, die im Umfahrungstunnel Oberwil-Lieli den Frühlingsputz machen, werden auch im Gotthard-Tunnel eingesetzt.

Im Tunnel von Oberwil-Lieli hat die Frühlingsputzete stattgefunden. Sie dauerte am Mittwoch von 8.30 bis 16.30 Uhr.

Toni Widmer

«Diese Tunnelreinigung gehört zum üblichen Frühlingsprogramm», erklärt Peter Moos, Strassenmeister Kreis III vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Im Gegensatz zu anderen Tunnels im Aargau, die in der Nacht oder «unter Verkehr» gereinigt werden müssen, kann der Umfahrungstunnel in Oberwil-Lieli jeweils für einen Tag gesperrt werden.

«Wir müssen das aber jeweils in der Ferienzeit machen, damit weniger Kinder unterwegs sind, wenn der Verkehr durch das Dorf rollt», sagt Moos. Gesperrt werde der Tunnel zweimal im Jahr: «Im April machen wir einen Tag lang Frühlingsputz, im Oktober werden zwei Tage lang sämtliche Entwässerungsleitungen durchgespült.»

Zurzeit laufen auch Messungen

Gesperrt ist die Umfahrung jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr. Der Pendlerverkehr wird so in der Hauptverkehrszeit weniger beeinträchtigt. Laut Peter Moos laufen zurzeit auch Messungen: «Über dem Tunnel wird gebaut. Mit den Messungen kontrollieren wir, ob sich diese Belastung auf das Bauwerk auswirkt.

Nötig ist das, weil der Baugrund in der Umgebung nicht optimal ist. Als der Tunnel im Tagbau erstellt wurde, drohte deshalb gar eine Seitenwand einzustürzen und das Projekt musste vorübergehend eingestellt werden.

Ausgeführt wurde die Tunnelreinigung am Mittwoch von der Birmenstorfer Franz Pfister AG mit Unterstützung des Personals vom Kreis III. Laut Geschäftsführer René Pfister hat sein Vater und Firmengründer Franz das dabei angewandte Spezialverfahren selber entwickelt: «Wir sind mit diesen Maschinen seit Jahren in verschiedenen Teilen der Schweiz unterwegs. Unter anderem reinigen wir jährlich auch den Gotthard-Tunnel. Das dauert jeweils mehrere Nächte.»

Am Gotthard mit dabei ist jeweils auch Michel Schumacher, der dem az-Reporter in Oberwil-Lieli das System der Reinigung erklärt: «Wir haben drei Fahrzeuge im Einsatz. Mit einem reinigen wir das Strassenbankett, mit der zweiten Spezialmaschine werden die Wände heruntergeputzt und mit der dritten die Lampen gewaschen.»

Laut Peter Moos lohnt sich die Reinigung, die jeweils gegen 9000 Franken kostet: «Zum einen erhöhen wir die Sicherheit der Benützer. Nach der Reinigung ist es im Tunnel viel heller. Zum anderen lebt das Bauwerk deutlich länger, wenn wir das Wintersalz aus allen Ritzen holen.»

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