Am Donnerstagabend sind die bbz-Bikerinnen und Biker in Avignon eingefahren. Inklusive der Umwege, die am Mittwoch wegen Sturmschäden gefahren werden mussten, hatten die jungen Frauen und Männer bis dahin rund 650 Kilometer in den Waden. Auf der Schlussetappe von heute Freitag stehen noch einmal 80 Kilometer auf dem Programm dann ist das Ziel erreicht: Les Saintes Maries-de-la-Mer an der französischen Mittelmeerküste.

Nicht alle haben es geschafft: ein Mädchen und ein Bursche haben am Mittwoch den Heimweg angetreten, die Strapazen haben ihnen zu sehr zugesetzt. Für Sport- und Deutschlehrer Martin Erne, der die Tour zusammen mit seiner Frau Monika Hafner Erne bereits zum sechsten Mal organisiert, kein Problem:

«Es ist keine Spazierfahrt, die Schülerinnen und Schüler müssen auf dieser Tour an ihre Belastungsgrenzen gehen. Auch in den früheren Jahren gab es immer wieder Leute, die vorzeitig ausgestiegen sind.» Trotzdem zieht er vor diesem Duo den Hut: «Sie haben es gewagt, sie sind mitgekommen und haben in drei Tagen über 360 Kilometer bewältigt. Das ist eine Leistung.»

Im Zeitraffer: Die bbz-Biker unterwegs.

Im Zeitraffer: Die bbz-Biker unterwegs.

Eingespieltes Team

Seit es die bbz-Biketour gibt, führt sie alle zwei Jahre an die französische Mittelmeerküste. In zwei Jahren soll es erstmals nach Venedig gehen. Das bisherige Ziel hat einen Grund: Die Organisatoren schlagen damit gleich zwei Fliegen auf einen Streich: Monika Hafner Erne, die mit ihrem Mann Martin Erne zusammen das bestens eingespielte Organisationsteam bildet, unterrichtet am Berufsbildungszentrum Freiamt Französisch: «Auf unserer Fahrt durch Frankreich vollbringen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur eine beachtliche sportliche Leistung, sie können auch ihre Französischkenntnisse anwenden», erklärt sie.

Die Arbeitsteilung funktioniert beim Ehepaar vor und während der Tour. Martin Erne hat die Streckenführung geplant und ein Roadbook mit detaillierten Karten erarbeitet, welches die Teilnehmenden via QR-Code sogar auf ihre Handys laden können. Monika Hafner Erne organisiert Unterkünfte und Verpflegung.

Dabei betreibt auch sie einen grossen Aufwand: «Weil das Budget nicht unbeschränkt ist, sind günstige Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten gefragt. Daneben achte ich auch immer darauf, dass wir attraktive Übernachtungsmöglichkeiten finden, entweder direkt an einem See oder dann mit Pool.» Gerade weil die Tour kein Plauschfährtchen sei, sollten die Schülerinnen und Schüler am Abend etwas Ferienfeeling geniessen können.»

Am Samstag geht es mit dem Car zurück nach Wohlen. Die Bikerinnen und Biker werden um 20 Uhr am Bahnhof in Wohlen erwartet.

Was die Biker in den ersten Tagen auf ihrer Tour erlebt haben, lesen Sie hier.