Die Vorwürfe wiegen schwer: Ingo Malm soll sich des mehrfachen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und Veruntreuung schuldig gemacht haben.

Laut dem Brugger Anwalt Markus Leimbacher droht alleine bei Betrug eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Richter könnten im Fall Malm aber noch weiter gehen. Der Grund ist die mehrfache Anzahl an Delikten. "Die Strafe kann bis auf das Anderthalbfache geschärft werden", sagt Leimbacher gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Maximal könnte der 63-jährige Deutsche also 7,5 Jahre Freiheitsstrafe aufgebrummt bekommen. Allerdings ist der Spielraum der Richter gross: Der Beschuldigte könnte laut dem Experten auch eine kürzere, bedingte Strafe erhalten.

Der zentrale Punkt der Anklage, die die Staatsanwaltschaft kürzlich erhoben hat, ist, dass Malm trotz Berufsverbot als Arzt arbeitete. Man wirft ihm vor, dass er die Tätigkeit vertuschen wollte, indem er auf Rezepten und Arztberichten den Namen anderer Ärzte aufführte. Ausserdem soll Malm auch Arbeitnehmerbeiträge nicht weitergeleitet, Quellensteuern veruntreut und Misswirtschaft betrieben haben. Die Ärztezentrum Mutschellen AG hatte Schulden in der Höhe von über einer Million Franken angehäuft, ehe es Konkurs ging. Malm anerkennt die Vorwürfe gemäss Staatsanwaltschaft teilweise. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Gerichtstermin ist noch nicht bekannt.

Das Ärztezentrum in Berikon ist derzeit in Liquidation. Am 12. Oktober kommt das Inventar unter den Hammer.

(mwa)