Sie kommt leider nicht mehr überall an, die Blasmusik. Auch im Freiamt haben in der Vergangenheit Vereine mangels genügend Nachwuchs fusionieren oder sich sogar auflösen müssen. In Hägglingen ist die (Blasmusik-)Welt noch in Ordnung.

Der Musikverein Concordia, vor 137 Jahren gegründet und drei Dutzend Mitglieder stark, bekommt am 10. November eine neue Uniform. Ein Zeichen dafür, dass man am Maiengrün an die Zukunft glaubt und überzeugt ist, auch weiterhin junge Leute für das schöne Hobby begeistern zu können.

Gut, aber nicht optimal besetzt

«Wir müssen in der Percussion zurzeit mit Aushilfen arbeiten und haben auch sonst da und dort in den einzelnen Registern noch ein paar Lücken, aber insgesamt stimmt die Besetzung», sagt Stefan Grüninger, der die Formation seit August 2015 leitet. Mit dem Einsatz der Leute ist er sehr zufrieden: «Es ist eine ganz coole Truppe, mit der ich gut arbeiten und ab und zu auch mal etwas ‹Verrücktes› machen kann», schmunzelt der Wohler Musiklehrer und Profi-Musiker. Einen ersten Pfahl hat er mit der Concordia im Juni am Kantonalen Musikfest in Laufenburg eingeschlagen. Mit einem 7. Rang konnte sich das Korps im ersten Drittel platzieren.

Doch ausruhen geht nicht. Nach einer kurzen Sommerpause ging es an die Vorbereitung für das Jahreskonzert mit Uniformweihe am Samstag, 10. November. Das Programm ist nicht «verrückt», für einen 3.-Klass-Harmonieverein jedoch recht anspruchsvoll. Blasmusikliebhaber dürfen sich auf abwechslungsreiche Unterhaltungsmusik mit verschiedenen Höhepunkten freuen. Die Hägglinger Musikantinnen und Musikanten habens echt im Griff.

Verein im Dorf gut verankert

Nach wie vor weiss der Verein auch die Hägglinger Bevölkerung und das Gewerbe hinter sich. 80'000 Franken kostet die neue Uniform, 60'000 Franken hat eine Spendenaktion ergeben und 20'000 Franken die Gemeinde beigesteuert. «Einfach fantastisch, dieser Rückhalt», sagt Herbert Seiler, OK-Präsident der Fahnenweihe, «wir freuen uns jetzt sehr auf unser grosses Fest am nächsten Wochenende.»