Niederwil

Musikalische Förderung mit Abenteuer

Konzentrierte Gesichter bei der Probe – am Sonntag sollen die gelernten Stücke vor grossem Publikum präsentiert werden.

Konzentrierte Gesichter bei der Probe – am Sonntag sollen die gelernten Stücke vor grossem Publikum präsentiert werden.

Am Sonntag schliesst das erste musiCamp in Niederwil mit einem Konzert ab.

In der Nähe des Schulhauses in Niederwil ist für Fussgänger deutlich Musik zu vernehmen. Einige bleiben sogar stehen und lauschen eine Weile. Die Ursache für die Musik, ist das musiCamp. In einem Kellerraum proben die 52 Teilnehmer des Camps zusammen mit ihrem Dirigenten, Sandro Oldani, eifrig das Stück «African Scenes». Als es darum geht, die grossen Tiere Afrikas musikalisch wiederzugeben, gibt der Dirigent den jungen Musikern anschauliche Tipps: «Hier dürft ihr ruhig etwas schwerfällig spielen, so als wärt ihr selbst ein Elefant. Die Gitarristen pausieren zwar gerade, könnten aber im Takt das Stampfen nachahmen.» Gesagt, getan. Beim erneuten Spielen hat der Zuhörer den Eindruck, die grossen, grauen Rüsseltiere durch die afrikanische Savanne stapfen zu hören.

In den nächsten vier Tagen wird also häufiger Musik im Schulhaus zu hören sein. Am Sonntag findet das Abschlusskonzert statt, um 14 Uhr in der MZH .

Der Dirigent ist zufrieden

Bereits nach der ersten Probe zeigt sich Dirigent Sandro Oldani sehr zufrieden: «Ich bin positiv überrascht, wie gut es funktioniert.» Einige spielen erst seit einigen Monaten ein Instrument, andere schon seit Jahren. So eine gemischte Gruppe sei schon eine gewisse Herausforderung, auch weil einige noch keine Erfahrung damit haben, zusammen als Orchester zu musizieren. Drei Stücke seien bereits für das Konzert geplant, es kommen noch andere hinzu. «Das ergibt sich daraus, wie die nächsten Tage ablaufen. Ich bin gespannt», erklärt Oldani.

Für die Organisation des Camps ist der Verein Jugend- und Musikförderung Niederwil (VJMN) verantwortlich. Wie der Verein auf die Idee zu diesem mehrtägigen Anlass kam, erklärt Marcel Koller vom OK: «Im Herbst fahren die älteren Jugendlichen in ein externes Proben-Lager. Wir wollten jetzt auch den jüngeren Kindern die Möglichkeit bieten, in einem etwas kleineren Rahmen und in der Nähe ihres Zuhauses.» Es sei dem Verein ein Anliegen, bei den Kindern die Begeisterung für die Musik zu wecken. Über die grosse Zahl der Anmeldungen sei das OK dann doch überrascht gewesen. Dirigent Oldani dazu: «Wir hätten uns schon über 20 Anmeldungen gefreut.» Über den Tag verteilt erhalten die Kinder im musiCamp in mehreren Einheiten Musikunterricht, mal zusammen und mal in kleineren Gruppen. Für die Lageratmosphäre hat das OK auch gesorgt: Die Kinder können von Freitag auf Samstag in der Turnhalle übernachten.

Spannendes Freizeitprogramm

«Das fördert den Zusammenhalt. Musik verbindet einfach», stellt der Dirigent fest. Das musiCamp bietet aber nicht nur die Möglichkeit, sich musikalisch weiter zu entwickeln. Gestern startete das Camp zunächst einmal mit einem Kennenlern-Spiel. «Das lockert auf und nimmt Hemmungen», weiss Erzieherin Marianne Koller. Zudem erwartet die jungen Musiker ein spannendes Freizeitprogramm. «Bisher kennen die Kinder nur ein paar Schlagwörter wie Geländespiele und Schnitzeljagd. Was wir genau geplant haben, ist für sie eine Überraschung, das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten», fügt Koller lächelnd hinzu.

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