Muri

Murimoos will mehr Ruhe für Bewohner

Beliebt im Murimoos sind der Kinderspielplatz und der Wasserspielplatz. ES

Beliebt im Murimoos sind der Kinderspielplatz und der Wasserspielplatz. ES

Im Murimoos will man mehr Ruhe für Bewohner. Die Strategie 2018 festigt gleichzeitig die Institution als offenes, attraktives Erholungsgebiet und soll auch jenen Bewohnern gerecht werden, die dem Rummel ausweichen wollen.

Viele Bewohner lieben den Kontakt mit den zahlreichen Leuten, die auf dem Kinderspielplatz, im Café Moospintli, bei den Einkaufsläden oder sonst auf dem Gelände von Murimoos werken und wohnen unterwegs sind.

Es gibt aber auch Bewohner, die aus unterschiedlichen Gründen keine Begegnungen wünschen und Mühe mit der Betriebsamkeit vor allem an schönen Tagen bekunden.

Mit der Umsetzung der «Strategie 2018» will deshalb das Murimoos weiterhin ein zwar als offenes, attraktives Erholungsgebiet bleiben, aber auch jenen Bewohnern gerecht werden, die dem Rummel ausweichen wollen, hält Heidi Schmid, Präsidentin des Vereins Murimoos werken und wohnen, im jüngsten Jahresbericht fest.

Drei Zonen

Der Masterplan, der im Oktober fertiggestellt wurde, zeigt entsprechende Lösungsansätze auf. So soll neu eine frei zugängliche Zone geschaffen werden mit Café, Einkaufsmöglichkeiten und Spielplatz. Eine zweite Zone, etwas entfernt von der öffentlichen Zone, umfasst den Bereich Wohnen und eine dritte Zone schliesslich den Bereich Arbeiten. Bei den letzteren zwei Zonen werden, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, die Zutritte eingeschränkt.

Erfolgreiches Jahr

Murimoos werken und wohnen blickt auf ein gutes Jahr zurück. Der Bereich Wohnen war mit 98 Prozent gut ausgelastet. Der Gesamtumsatz, die Produktionserträge sowie die Einnahmen aus den verschiedenen Dienstleistungsbetrieben liegen alle deutlich über Budget, wie Direktor Hans Däpp festhält. Aus Dienstleistungen, Handel und Produktion kamen 5,179 Mio. Franken, aus Nebenbetrieben 1,127 Mio. Franken. Erstmals lag der Anteil an ausserkantonalen Bewohnern bei über 50 Prozent. Das drückt sich auch bei den Erträgen aus: Aus innerkantonalen Leistungsabgeltungen resultierten 3,736 Mio. Franken, aus ausserkantonalen 4,026 Mio. Franken. Der Jahresgewinn beläuft sich auf 14 583 Franken. «Einen erfreulichen Meilenstein setzt das Berichtsjahr in Bezug auf die Eigenwirtschaftlichkeit: Sie stieg erstmals über die magische Marke von 50 Prozent und erfüllt damit das Ziel einer möglichst hohen Eigenwirtschaftlichkeit», macht Däpp deutlich.

Sehr positiv entwickelte sich die Abpackerei für Lagergemüse. Dieser Betrieb habe vom anhaltenden Trend, regional produzierte Produkte vor Ort zu verpacken und zu beschriften, profitiert. «Der Bio-Kunde im Grossverteiler Migros honorierte diese Regionalität mit einem deutlichen Umsatzplus. Dadurch konnte Murimoos den Umsatz mit abgepackten Produkten annäherend verdoppeln.»

Mehr Freizeitbetreuung

Ein weiterer, wichtiger Schritt sei im Bereich der Freizeitbetreuung erfolgt. Hier konnte mit einer 40 Prozent-Stelle ein professionelles Angebot in einem Randbereich der Betreuung geschaffen werden. Dabei geht es nicht um Animation oder reine Vergnügungsanlässe, sondern darum, jene Bewohner zu unterstützen, welchen die Ressourcen für eine aktive Freizeitgestaltung fehlen.

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