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Murimoos sperrt Dörfli und Moospintli ab – Spielplatz bleibt offen

Rot-weisse Absperrbänder und eine Hinweistafel machen klar: Für Murimoos-Gäste geht es hier im Moment nicht mehr weiter.

Rot-weisse Absperrbänder und eine Hinweistafel machen klar: Für Murimoos-Gäste geht es hier im Moment nicht mehr weiter.

Verschiedene Massnahmen sollen die Gefahr des Corona-Virus mindern. Neben dem Spielplatz bleibt auch der Biomarkt und die Metzgerei offen.

Nachdem die Pflegi Muri das Restaurant Benedikt für Gäste geschlossen hat, ist jetzt auch das Restaurant Moospintli im Murimoos werken und wohnen für externe Gäste zu. «Gleichzeitig haben wir den Dorfplatz zum Schutz der Mitarbeitenden und der Murimoos-Bewohner abgesperrt», erklärt Geschäftsführer Michael Dubach.

Rotweiss gestreifte Bänder markieren die Grenze, mit aufgestellten Informationstafeln werden Besucherinnen und Besucher über die Massnahme informiert. Bio-Markt und Metzgerei bleiben geöffnet, ebenso der Spielplatz. Im Murimoos wohnen die Klientinnen und Klienten in den Wohnhäusern rund um den Dorfplatz. «Wir verfolgen die Entwicklung laufend und werden allenfalls notwendige Massnahmen kurzfristig umsetzen.»

Es ist für Murimoos werken und wohnen, wie für andere Institutionen, eine herausfordernde Situation, wie Dubach ausführt. «Wir haben nicht nur viele Gäste, die das Angebot hier gerne nutzen, sondern auch Bewohner, die sich ausserhalb des Murimoos bewegen.» Es wurden alle Kontaktpunkte analysiert und geprüft, welche Massnahmen notwendig sind und getroffen werden können. Gesundheitlich gefährdete Leute werden beispielsweise zusätzlich beobachtet, es wird darauf geachtet, dass in Arbeitspausen eine gewisse Distanz untereinander eingehalten wird, und die Essensausgabe wird so gestaffelt, dass grössere Gruppenansammlungen verhindert werden. Zudem gilt es, bei den internen Schutzmassnahmen bei den Bewohnern – zum Beispiel die Desinfektion der Hände – punktuell auf die nötige Disziplin zu achten.

Auch die Versorgung der Tiere muss sichergestellt sein

Betriebsintern werden nichtdringliche Sitzungen verschoben oder Unterredungen mit externen Stellen nach Möglichkeit telefonisch geführt. Arbeitspläne werden vorausschauend organisiert. «Wir müssen zum Beispiel die Versorgung der Tiere stets sicherstellen können», umreisst Dubach weitere besondere Herausforderungen für das Murimoos. Das Reinigungspersonal ist angewiesen worden, zusätzliche Flächendesinfektionen vorzunehmen. Auch werden Überlegungen «zum schlimmsten Fall» gemacht: Wie können Kundinnen und Kunden der Läden weiterhin mit Lebensmitteln versorgt werden, wo können allenfalls Quarantänestationen eingerichtet werden? «Räumlich wären wir dafür gut aufgestellt, zum Beispiel mit dem ehemaligen Direktorenhaus oder auch im Obergeschoss der Holzhalle.» Im Murimoos finden 90 Personen Wohnraum und 120 Personen einen angeleiteten Arbeitsplatz in Betrieben wie beispielsweise der Schreinerei oder der Landwirtschaft. «Der Arbeitsalltag läuft zum gegenwärtigen Zeitpunkt regulär weiter», unterstreicht Dubach.

Gesuchte Öffnung kommt der Leitung jetzt in die Quere

Murimoos ist, wie die Pflegi, bewusst ein «offenes Haus». Dies ist, wie sich Pflegi-Direktor Thomas Wernli ausdrückt, gewollt, weil es den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses Kontakte zum Leben ausserhalb ermöglicht. «Dieses Konzept der Öffnung kommt uns nun in der aktuellen Situation etwas in die Quere.» Auch Murimoos werken und wohnen hat immer darauf hingearbeitet, für die Bewohner Kontakte von ausserhalb zu ermöglichen, und sich so sogar zum Ausflugsziel entwickelt.

Auch das Altersheim St. Martin in Muri hat weitere Massnahmen ergriffen: Die Kursräume für externe Besucher im Wohnbereich der Bewohnenden sind derzeit geschlossen, wird auf der Website verkündet. Kurse im Aufenthaltsraum im Erdgeschoss hingegen seien nach wie vor möglich gemäss den Auflagen der Heimleitung an die Kursverantwortlichen.

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