Muri
Murimoos jetzt mit sechs Aussenwohnplätzen

Ein Schritt in die Selbstständigkeit und Förderung der Integration in die Gesellschaft: Das wird mit Aussenwohnplätzen für Murimoos-Klienten angestrebt.

Eddy Schambron
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Ingo Hauser, Leiter Geschäftsbereich Wohnen bei Murimoos werken und wohnen, zeigt die Wohnküche im Frauenstockwerk. (Archiv)

Ingo Hauser, Leiter Geschäftsbereich Wohnen bei Murimoos werken und wohnen, zeigt die Wohnküche im Frauenstockwerk. (Archiv)

Eddy Schambron

Murimoos werken und wohnen bietet bereits sechs Wohnplätze in Muri oder Umgebung an. Damit geht die Institution ihren neuen Weg weiter, Menschen nicht nur im Murimoos selber unterzubringen und zu betreuen. Was vor ein paar Jahren mit einer ersten Aussenwohngruppe in Muri begann, hat Erfolg: Vor wenigen Wochen konnte bereits die vierte Wohneinheit von einem Klienten bezogen werden.

Das Wohnangebot richtet sich an Frauen und Männer, welche einen Schritt in die Selbstständigkeit wagen können und möchten. Gleichzeitig fördert es ihre Integration in die Gesellschaft, wenn sie mitten unter uns leben können statt in Zentralbauten, die wie Murimoos oftmals noch weit ausserhalb eines Dorfes liegen. Inklusion (also Einbezug, Einschluss) ist ein Hauptanliegen der auch von der Schweiz ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention – kurz UN-BRK – und wird deshalb vom Kanton Aargau auch mit Nachdruck gefordert.

Mit Begleitung

Damit der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit im Wohnbereich in Erfüllung gehen kann, müssen ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sein. So muss ein Klient gesundheitlich stabil sein, zuverlässig, selbstständig und gewillt, sich im Wohnumfeld anzupassen. Entsprechende Wohnkompetenzen werden vor dem Übertritt in diese Wohnform unter Anleitung von Fachpersonen geübt.

In der neuen Wohnsituation werden die Klienten begleitet: Ein- bis zweimal pro Woche erhalten sie Besuch von einem Sozialarbeiter. Dieser vergewissert sich, das der Klient den Haushalt in Ordnung hält, leistet wo nötig Unterstützung und hilft auch mal bei der Klärung nachbarschaftlicher Fragen. Gemeinsam wird die Abrechnung des Haushaltgeldes besprochen und der Wocheneinkauf zusammengestellt.

Arbeit im Murimoos

Tagsüber gehen die Klienten ihrer geschützten Arbeit im Murimoos nach. Den Arbeitsweg bewältigen sie selber, etwa mit dem Fahrrad oder Mofa – auch dazu müssen sie in der Lage sein. Ihre Freizeit gestalten sie nach eigenem Gusto oder nehmen an den angebotenen Aktivitäten von Murimoos teil. Im Notfall können sie dort zudem jederzeit Unterstützung anfordern.

Die Wohnungen – oder für Einzelpersonen Studios –, mit möglichst guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr, werden von Murimoos gemietet und mit einer Grundausstattung versehen. Der Bedarf wird in Zukunft eher noch steigen, deshalb ist Murimoos fortwährend auf der Suche nach geeigneten Wohnräumen. (AZ)

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