Muri

Murianer sagen Ja zu Beitrag an Klostergeschichte

Gemeindepräsident Hampi Budmiger beschenkt im Beisein der Ratskollegin Milly Stöckli und der Ratskollegen Heinz Nater und Beat Küng die abtretende Gemeinderätin Yvonne Leuppi und ihren Mann Bernhard (rechts) zum Abschied.

Gemeindepräsident Hampi Budmiger beschenkt im Beisein der Ratskollegin Milly Stöckli und der Ratskollegen Heinz Nater und Beat Küng die abtretende Gemeinderätin Yvonne Leuppi und ihren Mann Bernhard (rechts) zum Abschied.

Die Gemeindeversammlung Muri dankt Gemeinderätin Yvonne Leuppi und Schulpflegepräsident Martin Arnold.

Mit dem Rücktritt von Schulpflegepräsident Martin Arnold und der Gemeinderätin Yvonne Leuppi verliert Muri zwei kompetente, engagiert arbeitende Kräfte. Das kam an der Einwohnergemeindeversammlung, an der 133 von über 5000 Stimmberechtigten teilnahmen, zum Ausdruck. Alle Traktanden wurden diskussionslos genehmigt.

Zunehmende Reparaturen und wachsender Unterhaltsbedarf verlangen nach einer Modernisierung des Schwimmbads Muri. Spätestens 2024 muss die Badwasseraufbereitung ersetzt werden, wie Gemeinderat Beat Küng ausführte. Die Kostenschätzung für die Sanierung lautet auf 8 Mio. Franken. Zuerst soll ein Studienauftrag in drei Phasen offene Fragen klären. Dafür genehmigten die Stimmberechtigten 300'000 Franken.

Gemeindepräsident Hampi Budmiger führte aus, dass die lückenhafte und verzerrte Geschichtsschreibung zum 1000-Jahr-Jubiläum Kloster Muri 2027 aufgearbeitet wird. Dem «Jahrtausend-Projekt» fehlen aktuell noch eine Million Franken, bei Gesamtkosten von 7 Mio. Franken. «Die Gemeinde sollte hier ein Zeichen setzen und einen Beitrag von 100000 Franken sprechen», meinte Budmiger. Robert Ulrich hingegen fragte sich, was die Gemeinde, die Bevölkerung davon hat. «Die Finanzen der Gemeinde Muri lassen es nicht zu, einfach 100000 Franken an Dritte zu verschenken.» Mit einzelnen Gegenstimmen wurde der Beitrag bewilligt. Gutgeheissen wurden auch die von Gemeinderätin Yvonne Leuppi vorgestellte Teilrevision des Gemeindeverbandes Kreisbezirksschule Muri und das Budget 2020 mit einem unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent. Mehrkosten ergeben sich etwa aus dem Stellenplan. In der Abteilung Bau und Planung ist beispielsweise die Aufstockung um eine Stelle notwendig, wie Budmiger ausführte. «Wir wollen die Qualität verbessern, vom Reagieren ins Agieren kommen, das bedingt gewisse Ressourcen.» Für das Management der Gemeindeliegenschaften oder für ein Werterhaltungskonzept für die Gemeindestrassen sind ebenfalls zusätzliche Aufwendungen notwendig.

Noch keine konkrete Antwort auf die Anfrage in Sachen Kundenschalter SBB Bahnhof Muri konnte Vizepräsidentin Milly Stöckli machen. Budmiger wiederum führte, ebenfalls auf eine Anfrage an der letzten Gemeindeversammlung, aus, wie der Strompreis der EFA Energie Freiamt zustande kommt und weshalb er zum Teil starken Schwankungen unterworfen ist. Auch sei das Netz nicht so kompakt wie es auf den ersten Blick erscheint.

Mit viel Engagement an der Arbeit

Martin Arnold war genau der richtige Präsident der Schulpflege Muri. Das stellte Gemeindepräsident Hampi Budmiger fest. Er habe stets strategisch gedacht und geführt und viele Projekte der Schule erfolgreich zu ihrem Ziel geführt. «Zielstrebig und top organisiert» sei seine Gemeinderatskollegin Yvonne Leuppi unterwegs gewesen. Sie habe sich 2014 sehr schnell in ihr Ressort eingelebt, die Arbeit im Gemeinderat mit Herzblut ausgeführt und nie einen Termin vergessen. «Yvonne Leuppi hat eine enorm grosse Arbeit geleistet, nicht nur für Muri, sondern auch für die Region.» Die abtretende Gemeinderätin wiederum unterstrich, dass sie die Herausforderung geschätzt und gerne angenommen habe. Aber mit ihrer jetzigen Lebenssituation sei das zeitliche Engagement für die Gemeinde nicht mehr vereinbar. «Ich werde vor allem die vielen Begegnungen mit Menschen vermissen.»

Schliesslich dankte Budmiger dem Ehepaar Peter und Annemarie Hägler mit einem Geschenk für ihren ausserordentlichen Einsatz zugunsten der Gemeinde, den sie meist im Hintergrund leisten. «Ohne sie würde vieles in Muri nicht stattfinden.»

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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