Die Jungbürgerfeier soll nicht untergehen. Das hat sich die Jugendkommission Muri, kurz Juko genannt, als eines ihrer Ziele gesetzt. Speziell ist, wie Präsidentin und Gemeinderätin Yvonne Leuppi ausführt, dass in Muri nicht nur die 18-jährigen Schweizerinnen und Schweizer eingeladen werden, sondern Volljährige aller Nationalitäten.

Eigentlich wollte der Gemeinderat die Jungbürgerfeier im klassischen Sinn abschaffen, weil die Resonanz auf die Einladung immer geringer war. Es waren dann aber Jugendliche selber, die sich für den Erhalt einsetzten und die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen abholten. Weil aber auch das zu nicht vollständig zufriedenstellenden Teilnehmerzahlen führte, wird die Jungbürgerfeier dieses Jahr am 14. September erstmals mit zwei Jahrgängen durchgeführt. Die Jugendkommission ist offen für Anregungen. Überhaupt will die Juko Ansprechpartnerin für Jugendliche sein.

Wieder mit Container

Regelmässig trifft sich die Juko im Jugendhaus Muri 13, in dem seit 2010 die offene Jugendarbeit, heute beim Verein für Jugend- und Freizeit (VJF) angegliedert, geleistet wird. Erstmals wurden 2018 Jugendliche in einem mobilen Container auf dem Schulareal Bachmatten empfangen und betreut. Ab 15. Mai bis in den September hinein treffen sich auch diesen Sommer die Jugendlichen dort in der «mach-Bar». Mit Sport und Bewegung haben die Projekte «Night-Sports» und «Sunday-Sports» zu tun.

Diese Anlässe sind die Nachfolger der beliebten «Midnight games» und werden vom Kanton finanziell unterstützt. «Mit Sunday-Sports wollen wir den Bedürfnissen auch der Primarschülerinnen und -schüler Rechnung tragen», unterstreicht Leuppi. Diese Anlässe sind noch in einer drei Jahre dauernden Pilotphase, die ersten Auswertungen zeigen schon jetzt, dass sie einen guten Anklang finden. Die Juko hat, neben der Begleitung der offenen Jugendarbeit und der Aufnahme der Anliegen von Jugendlichen, noch viele weitere Aufgaben, wie Leuppi festhält.

Sie klärt beispielsweise Fragen zur Nutzung des Jugendhauses Muri 13, macht spezielle Erlebnisse möglich, hilft bei der Vernetzung mit anderer Jugendorganisationen und mit der Schulsozialarbeit oder sucht die Zusammenarbeit mit der Schule. «Oberstes Ziel ist es, die Integration und Partizipation der Jugend im sozialen, kulturellen und politischen Leben zu fördern», fasst Leuppi zusammen. Mit dabei in der Juko mit beratender Stimme sind die Jugendarbeiter Ramona Hochrainer und Mich Wyser vom VJF, sie leiten den Jugendtreff Muri 13 und koordinieren ebenfalls die 10 Nutzergruppen sowie die Vermietungen der Räumlichkeiten.

Die Jugendkommission in Muri berät den Gemeinderat in allen jugendpolitischen Fragen und fördert in Jugendfragen die Zusammenarbeit mit Schule, Kirchen, Eltern, Vereinen sowie Gruppen, die Jugendarbeit leisten. Die Kommission besteht aus Mitgliedern, die durch den Gemeinderat gewählt werden. Bei er Wahl wird auf eine ausgewogene Zusammensetzung bezüglich Alter, Geschlecht, Interessensbereiche und Fachkompetenz geachtet. Es sind Vertreter der Schule, der aktiven Kirchgemeinden, von Partnerorganisationen wie Jungwacht und Blauring, Jugendliche selber sowie Fachpersonen aus der Jugendarbeit dabei, insgesamt aktuell zehn Personen.