Muri
Zwei Murianer kämpfen sich im «Game of Switzerland» einmal quer durchs Land

Sie sind seit Kindertagen befreundet und lieben den Nervenkitzel. Die in Muri aufgewachsenen 33-jährigen Silvan Stirnimann und Piit Bossert passen perfekt in die SRF-Sendung «Game of Switzerland» vom 30. Oktober. Schon ihr Bewerbungsvideo macht Lust, ihnen zuzuschauen: Klippen- und Fallschirmspringen, Biken, Bungee-Surfen, Klettern und Musik sind nur einige ihrer Hobbys.

Andrea Weibel
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Silvan Stirnimann und Piit Bossert (in bordeauxroten Shirts) aus Muri bei der SRF-Sendung «Game of Switzerland».

Silvan Stirnimann und Piit Bossert (in bordeauxroten Shirts) aus Muri bei der SRF-Sendung «Game of Switzerland».

zvg

«SRF braucht uns, es ist so weit!», ruft Piit Bossert im Video Silvan Stirnimann zu, der mit dem Skateboard durch Muri rollt. «Nein, wirst du Bachelor?», antwortet dieser. Ganz so schlimm sei es dann doch nicht, es gehe um Sport und Action, ganz ihr Ding. Natürlich ist Stirnimann sofort dabei. Das ist die Anfangssequenz im Bewerbungsvideo der beiden. Damit haben sie sich auf witzige Weise den Weg in die SRF-Sendung «Game of Switzerland» geebnet.

Schon vor einem Jahr fanden die zwei, dass das Format einer Schnitzeljagd quer durchs Land, das damals brandneu war, genau auf sie zugeschnitten wäre. Die Chemielaboranten, die sich immer wieder in anderen Firmen als Mitarbeiter trafen und seit Kindertagen gute Freunde sind, erinnern sich noch gut. Stirnimann erzählt: «Im November 2019 kam Piit ins Geschäft und erzählte, dass SRF Zweierteams suche, die sich schon lange kennen, gut ergänzen und sportlich sind. Wir überlegten nicht lange, wir hatten Lust, mitzumachen.» Bossert fügt lachend hinzu:

«Wir haben gleich Kafipause gemacht und uns angemeldet. Es waren richtig viele Fragen. Es wurde eine ziemlich lange Kafipause.»

Von 200 Anmeldungen durften 30 ein Bewerbungsvideo einreichen. Die beiden Murianer, von denen der eine, Bossert, allerdings seit 1,5 Jahren in Thun lebt, trafen sich mitten im Winter in Muri und filmten den witzigen Clip, den sie mit Videos ihrer Lieblingssportarten anreicherten: Man sieht sie beim Fallschirm- und Klippenspringen, beim Bungee-Surfen, beim Klettern und bei vielem mehr. Im Hintergrund läuft zudem ein Song von Stirnimanns Band Khasma.

«Game of Switzerland»: Mit diesem Video haben sich Silvan Stirnimann und Piit Bossert beworben.

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Der Anruf des Fernsehteams traf sie völlig unvorbereitet

15 Gruppen durften anschliessend zum Casting, das die beiden Freunde mit wehenden Fahnen meisterten, wie sie sich erinnern. Aber dann erfuhren sie, dass sie als Ersatzteam in die Warteschlaufe geschickt wurden. «Wir waren schon enttäuscht», sagt Stirnimann. Also fand die erste Austragung des Spiels im Sommer 2020 ohne die beiden statt.

So traf sie der Anruf im vergangenen Mai völlig unvorbereitet. Das Fernsehteam fragte an, ob sie stattdessen in der zweiten Austragung dabei sein wollten. «Wir mussten wirklich einen Moment darüber nachdenken. Ein Jahr zuvor hätten wir sehr gute Zeit gehabt, dieses Jahr hingegen hatten wir viel zu tun und schon einige andere Projekte», erinnert sich Bossert. Doch eigentlich war klar, dass sie sich diese Herausforderung nicht würden entgehen lassen.

«Die Sportaufgaben waren genau unser Ding»

So kam es, dass Silvan Stirnimann und Piit Bossert sich diesen August in einem Hotel in Schaffhausen wiederfanden. Sie hatten keine Ahnung, was sie in dem Spiel erwarten würde. So konnten sie sich auch nicht darauf vorbereiten. Sie dürfen kaum etwas dazu sagen, um die Spannung nicht zu verderben.

Piit Bossert (links) und Silvan Stirnimann sind vor allem von den spektakulären Sportaufgaben des Spiels begeistert.

Piit Bossert (links) und Silvan Stirnimann sind vor allem von den spektakulären Sportaufgaben des Spiels begeistert.

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Die Website des Senders verrät: Die Teams mussten herausfordernde Sportaufgaben und knifflige Rätsel lösen, immer wieder das Fortbewegungsmittel wechseln und an geschichtsträchtige Orte vom Munot in Schaffhausen über das Telldenkmal und die Teufelsbrücke bis ins Tessin reisen, und das alles so schnell wie möglich.

Moderiert wird die Show von Jonny Fischer, mit dem die beiden Murianer scheinbar die eine oder andere witzige Szene erlebt haben – besonders abseits der TV-Kameras. Zu gewinnen gab es 30'000 Franken. Aber ob sie es geschafft haben, muss man sich am 30. Oktober im Fernsehen anschauen.

Veranstalten sie ein Public Viewing? «Eine der Teilnehmerinnen ist Kindergärtnerin, sie hat einen guten Raum dafür, da haben wir ein paar Freunde eingeladen und schauen die Sendung dort alle zusammen», erzählt Bossert. Dürfen sie wenigstens verraten, ob sich die Sendung für sie gelohnt hat? Stirnimann lacht:

«Sagen wir es so: Die Sportaufgaben waren auf jeden Fall genau unser Ding.»

«Game of Switzerland» wird am Samstag, 30. Oktober, um 20.10 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

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