Muri
Muri: Wohnungen für über 1000 neue Einwohner

Wenn das Baugebiet Brühl überbaut ist, hat Muri bis zu 1200 Einwohner mehr. Der Gemeinderat Muri zeigt die bauliche Weiterentwicklung des Dorfes auf und revidiert die Bau- und Nutzungsordnung.

Eddy Schambron
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Bauliches Entwicklungsgebiet: Rechts der Bahngleise das riesige Brühl-Areal, links das Bahnhofareal selber. ES

Bauliches Entwicklungsgebiet: Rechts der Bahngleise das riesige Brühl-Areal, links das Bahnhofareal selber. ES

Wenn das Baugebiet Brühl überbaut ist, hat Muri bis zu 1200 Einwohner mehr. Im Bahnhofareal, das ebenfalls neu gestaltet werden soll, kann die Gemeinde Muri als hauptsächlichste Grundeigentümerin sogar selber Einfluss nehmen.

Zeitlich etwas weiter entfernt, aber angeplant ist die Überbauung des Luwa-Areals. Die Informationsveranstaltung des Gemeinderates über die bauliche Weiterentwicklung von Muri war gut besucht. «So viele Leute habe ich schon lange nicht mehr an einer Gemeindeversammlung gesehen», stellte Gemeindeammann Josef Etterlin erfreut fest.

Wohnungen statt Trainingsplätze

Das Baugebiet Brühl beim Bahnhof, von dem 44 000 Quadratmeter der AG Ziegelwerke Muri und 4400 Quadratmeter der Gemeinde Muri gehören, und das jetzt weitgehend vom FC Muri mit zwei Trainingsplätzen genutzt wird, ist ein sehr grosses Siedlungs- und Entwicklungsgebiet der Gemeinde.

Gemeinderätin Christine Brun machte deutlich, dass die absehbare Bebauung dieses Gebiet einen grossen Einfluss auf Muri haben wird. Es wird ein Bevölkerungswachstum von zehn und mehr Prozent der heutigen Einwohnerzahl von rund 7500 Personen mit sich bringen.

In einer Testplanung wurden Strategien für dieses Gebiet entwickelt, Struktur, Dichte, Freiräume und Zielgruppen beurteilt. Diese Testplanung bildet die Grundlage für die weitere Planung. So ist gegen den Bahnhof eine verdichtete Bauweise angedacht, gegen die Bünz eine lockerere. Ein öffentlicher Platz beim Bahnhof, Grünräume und Mobilitätskonzept sind weitere Themen.

Bagger nicht vor 2017

Zwingend ist für den Gemeinderat, das Gebiet Brühl in einem Gesamtzusammenhang zu beurteilen. Entweder kann die Planung parallel zur Totalrevision der Bau- und Nutzungsordnung und der Zonenplanung erfolgen oder aber in einer vorgezogenen Teilzonenplanrevision. «Vor 2017 werden im Brühl keine Bagger auffahren», machte Brun klar.

Bahnhofareal als Eingangspforte

Nicht losgelöst vom Brühl kann die Neugestaltung des Bahnhofareals betrachtet werden. Gemeinderat Heinz Nater unterstrich, dass hier der Einfluss der Gemeinde am grössten ist, weil sich rund eine Hektare im Besitz der Einwohnergemeinde befindet.

Auch hier geht es um eine gemischte Nutzung von Wohnen und Dienstleistungen, um gute verkehrstechnische Lösungen in Zusammenarbeit mit den SBB sowie letztlich um eine Aufwertung der Eingangspforte von Muri. Das Ammannshaus soll wenn möglich erhalten werden, allerdings soll der Gestaltungsplan bei einer Notwendigkeit den Abbruch auch nicht ausschliessen. Der Gestaltungsplan soll nach den Sommerferien öffentlich aufliegen.

Stadion verlegen

Ebenfalls nicht isoliert vom Brühl zu betrachten sind die Bedürfnisse der Sportvereine. Für die wegfallenden Trainingsplätze für den FC Muri ist ein Ersatz in den Bachmatten angedacht, wie Vizeammann Hampi Budmiger erklärte. «Aber langfristig gesehen ist wohl auch das Stadion des FC nicht am richtigen Platz.» Zwar werde es dort, von dringenden Sanierungsmassnahmen abgesehen, in den nächsten 15 bis 20 Jahren wohl keine Änderungen geben. «Aber im Rahmen der Revision der BNO müssen wir einen neuen Standort andenken und aufzeigen.»

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