Muri

Muri will über 50 Millionen in Gemeindeliegenschaften investieren

In den Bachmatten-Schulhäusern stehen in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen an. ES

In den Bachmatten-Schulhäusern stehen in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen an. ES

Muris Investitionsprogramm zeigt auf, was in den nächsten 10 Jahren auf die Gemeinde zukommt. Ammann Josef Etterlin machte an einem Infoanlass klar: Der Gemeinderat mache Vorschläge, die Gemeindeversammlung entscheide schliesslich.

In den nächsten 10 Jahren wird Muri allein für die Sanierung und Erneuerung der gemeindeeigenen Hochbauten 35 Mio. Franken investieren. Später kommen nochmals 9 Mio. dazu. So sieht es das neu erarbeitete Investitionsprogramm vor. Bei den Tiefbauten – von den Strassen bis zu den Kanalisationen – laufen Kosten von 12,4 Mio. Franken an. 9,7 Mio. Franken schlagen für die etappenweise Sanierung der ARA in den kommenden Jahren zu Buch.

Das gesamte Investitionsprogramm Abwasser beläuft sich auf gegen 19 Mio. Franken. Das hat der Gemeinderat zusammen mit der Abteilung Bau und Planung erstellt, nachdem ein Überweisungsantrag der CVP von der Gemeindeversammlung gutgeheissen wurde.

Alles muss bewilligt werden

Ob alles, was da aufgelistet ist, auch verwirklicht wird, steht auf einem anderen Blatt. «Wir machen Vorschläge. Der Souverän entscheidet, was ausgeführt wird», erklärte Gemeindeammann Josef Etterlin an einer Informationsveranstaltung. Projekte, die über 360 000 Franken kosten, müssen nämlich vor die Einwohnergemeindeversammlung.

Gemeinderätin Christine Brun erklärte, dass die Abteilung Bau und Planung alle relevanten Bauten und Anlagen einer Bestandesaufnahme unterzogen hat. Für die technischen Anlagen Heizung, Sanitär und Lüftung wurde ein Ingenieurbüro zugezogen. Das neue, umfassende Liegenschaftsverzeichnis liegt mit einem Detailbericht zur Schulanlage Bachmatten bis zur nächsten Gemeindeversammlung auch öffentlich auf.

Das Programm wurde auf 10 Jahre angelegt. Während Brun die Hochbau-Massnahmen erläuterte, zeigte Gemeinderätin Milly Stöckli auf, welche Investitionen im Tiefbausektor und in der Abwasserreinigung anfallen werden. Das Investitionsprogramm ist als rollende Planung zu sehen.

Grosse Beträge

Es sind happige Brocken, die auf die Gemeinde Muri zukommen. Im Schulhaus «Im Roos» stehen für 2016/2017 beispielsweise Sanierungen des Daches, der Fenster und der Fassade für 1,85 Mio. Franken und bis 2012/22 eine totale Innensanierung für 4,855 Mio. Franken an.

Für die Flachdachsanierung Mehrzweckhalle Bachmatten und die Innenrenovation mit Haustechnik werden in den nächsten Jahren 2,3 Mio. Franken fällig. Der Neubau Schulhaus mit Turnhalle Rösslimatt 2014 bis 2016 steht mit 7,375 Mio. Franken im Programm.

Blickt man über den Rand von 10 Jahren hinaus, sind weitere massive Investitionen zu erwarten - etwa gegen 5 Mio. Franken für die Fassadensanierung bei den Schulhäusern Bachmatten. Bei der Schulanlage Kloster sind ebenfalls 2,3 Mio. Franken für Haustechnik, Innensanierung und Fassade nötig.

Im Tiefbau fallen für die Sanierung der Zürcherstrasse 2,795 Mio. Franken an.2,95 Mio. Franken werden es bis 2020 für die Sanierung der Luzernerstrasse sein, später 1,4 Mio. Franken für die Sanierung der Aarauerstrasse.

Noch nicht eingebettet

Robert Häfner, CVP, freute sich, dass die Investitionszahlen nun vorliegen. Aber er möchte sie in einem Finanzplan, im Gesamtbudget der Gemeinde eingebettet haben. «So würde man sehen, wie man die Investitionen finanzieren kann.»

Etterlin machte deutlich, dass das wegen der Umstellung auf das heue Rechnungsmodell noch nicht möglich war. Er zeigte sich überzeugt, dass in Zukunft der Steuerfuss kaum auf der heutigen Höhe behalten werden kann. «Ich behaupte, in drei Jahren wird der Steuerfuss von Muri fünf Prozent höher sein als heute.»

Etterlin unterstrich aber auch, dass die Ansprüche in der Bevölkerung ständig steigen. «Nur muss man dabei bedenken, dass man das, was man will, auch finanzieren muss.»

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