Muri
Wie soll das neue Murianer Bahnhofareal aussehen? Jetzt darf die Bevölkerung mitplanen

Seit über 10 Jahren ist die Entwicklung des Bahnhofareals in Muri Thema. Im Juni wurde ein Kaufvertrag als Neustart der Planung abgelehnt. Unterdessen schwingt der Gemeinderat das Zepter und lässt nun die Einwohnerinnen und Einwohner mitreden.

Melanie Burgener
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Nachdem der Kaufvertrag für das Bahnhofareal Muri an die Leuthard Immobilien AG im vergangenen Juni von der Gemeindeversammlung abgelehnt worden ist, wird nun eine neue Planungsphase eingeleitet.

Nachdem der Kaufvertrag für das Bahnhofareal Muri an die Leuthard Immobilien AG im vergangenen Juni von der Gemeindeversammlung abgelehnt worden ist, wird nun eine neue Planungsphase eingeleitet.

Alena Gnos
(29.11.2016)

Wie sich das Bahnhofareal einmal entwickeln wird, das fragen sich nicht nur die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel regelmässig. Auch den Gemeinderat beschäftigt dieses Thema bereits seit über zehn Jahren. Eigentlich stimmte die Bevölkerung im August 2020 einem Neustart der Planung zu. Doch scheiterte dieses Vorhaben im vergangenen Juni, als sich alle Ortsparteien gemeinsam gegen den neuen Kaufvertrag für das Bahnhofareal an die Leuthard Immobilien AG gestellt haben. Sie waren sich einig: Muri braucht, was die Entwicklung dieses Areals betrifft, mehr Gestaltungsspielraum.

Der Gemeinderat versprach der Bevölkerung daraufhin, dass er das Zepter in die Hand nehmen werde. Jetzt leitet er eine neue Planungsphase ein, wie die Gemeinde mitteilt: «Nach der Vorarbeit des Gemeinderats ist die Zeit reif für die ersten konkreten Schritte. Diese wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung gehen.»

Konkret wird jetzt das Testplanungsverfahren durchgeführt, anschliessend werden die Rahmenbedingungen in einem Entwicklungsrichtplan festgelegt und ein städtebaulicher Projektwettbewerb lanciert. Das soll aber nicht hinter verschlossenen Türen geschehen, wie Gemeinderat und Ressortverantwortlicher Beat Küng betont.

Die Bevölkerung soll sich in Workshops einbringen

«Das Bahnhofsareal ist ein zentraler Punkt für das Zusammenleben im Dorf. Es braucht Anregungen und Kritik seitens der Bevölkerung», sagt Küng. Aus diesem Grund sei die erste Weiche eine partizipative. Eine dreiköpfige, unabhängige Expertengruppe wird sich gemeinsam mit einer Begleitgruppe, bestehend aus Murianerinnen und Murianern, der Planung des Areals widmen.

Im Rahmen von Workshops sollen die Beteiligten sich austauschen und Wissen vermitteln können. Einbringen können sich die Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofareals, aber auch alle anderen interessierten Personen. Dafür ist auf der Gemeindewebsite ein Meldeformular aufgeschaltet.

Damit auch jene, die sich nicht aktiv am Projekt beteiligen, auf dem neusten Stand bleiben können, werden die Zwischen- und Fortschritte auf der Website dokumentiert. «Der Einbezug der Gesellschaft wird von Beginn weg aufgegleist und begleitet den Gemeinderat eng auf dem ganzen Weg», so die Gemeinde.

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