Muri
Eine Laterne auf dem Kirchbühl: So wird das neue Vereins- und Pfarreizentrum aussehen

Die Katholische Kirchgemeinde Muri hat die Sieger für die Planung der Umgestaltung des Kirchbühls entschieden. Die Deplus Architekten GmbH widmet das Matterhaus der Jugendarbeit und baut ein offenes Foyer.

Melanie Burgener
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Deplus Architekten GmbH hat den Projektwettbewerb für das Projekt Inspiration Matterhaus der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Muri gewonnen.

Deplus Architekten GmbH hat den Projektwettbewerb für das Projekt Inspiration Matterhaus der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Muri gewonnen.

Visualisierung: zvg

«Der neue Pfarreisaal soll eine Laterne sein, die hier an der Hangkante sichtbar ist, ohne dominant ausgestellt zu sein», beschreibt Franziska Plüss und deutet auf eine Visualisierung. Zu sehen ist ein offener Vorplatz mit einer grossen Linde und ein Gebäude mit Holzfassade und einer grossen Fensterfront.

So stellen sich Franziska Plüss und Gabriele Demme das zukünftige Areal auf dem Kirchbühl in Muri vor. Mit dieser Idee haben die beiden Architektinnen von Deplus GmbH aus Zürich am Studienauftrag zum Projekt «Inspiration Matterhaus» der Katholischen Kirchgemeinde teilgenommen. Und konnten damit die Fachjury überzeugen und sich gegen 40 andere Bewerber durchsetzen.

Es braucht mehr Räume, die den heutigen Standards entsprechen

Der Auftrag für das Projekt bei der Katholischen Kirche St. Goar war klar. Es soll eine bauliche Umgestaltung westlich der Pfarrkirche geben, bei der hauptsächlich ein neues Pfarrei- und ein Vereinszentrum mit Schulungsräumen sowie einem Saal entstehen sollen. Denn neue Räume seien hier dringend nötig, wie Baukommissionspräsident Hanspeter Frey erklärt. Er sagt:

«Die Pfarrei, die Seelsorge und der Religionsunterricht brauchen Räumlichkeiten und die müssen den heutigen Standards entsprechen.»

Das betreffe unter anderem die Barrierefreiheit, die heute in fast keinem der Räume gewährleistet ist. Deshalb habe die Kirchgemeinde beschlossen, die Umgestaltung in die Hand zu nehmen und hat dafür einen Wettbewerb für Architekturbüros ausgeschrieben.

Die Siegerinnen wollen das Matterhaus stehen lassen

Bei der Umsetzung hätten die Planerinnen und Planer viele Freiheiten gehabt. So auch, was künftig mit dem Matterhaus geschehen soll. Für die Siegerinnen Plüss und Demme war klar: Das Gebäude bleibt stehen. «Bei einem Besuch haben wir erlebt, wie aktiv die Jugendarbeit hier ist. Wir finden es angemessen, dass sie ein ganzes Haus zur Verfügung hat», erklärt Plüss die künftige Nutzung des Hauses.

Abgebrochen wird nur der Annexbau und das Einfamilienhaus. «Wir wollen hier einen Ort mit viel Grünfläche schaffen, an dem man sich wohlfühlt», so Plüss. Weiter wird ein neuer Pfarreisaal mit weiteren Schulungszimmern im Untergeschoss und ein grosses Foyer mit einer Fensterfront gebaut. Gabriele Demme erklärt:

«Wir wollten alles möglichst einfach machen aber so, dass viele Räume gleichzeitig genützt werden können.»

In ihren Plänen hat Deplus auch an das Ortsbild gedacht, das der Jury am Herzen lag. So wird die Grösse des Gebäudes an den Ort und das Erscheinungsbild an den ländlichen Charakter des Matterhauses angepasst.

In einem weiteren Schritt werde nun eine Baukommission zusammengestellt, wie Frey erklärt. Ziel sei es, das Projekt im kommenden Frühjahr an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vorzustellen, damit bald darauf die Baubewilligung bei der Gemeinde eingegeben werden könne.

Alle sechs Projekte aus der engeren Auswahl mit allen Details der Jury können im Pfarrsaal bei der St. Goar Kirche betrachtet werden. Die Ausstellung ist am Freitag, 23. Juli, von 18 bis 21 Uhr, am Samstag, 24. Juli, von 16 bis 21 Uhr und am Sonntag, 25. Juli, von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

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