Muri
Diese sechs Kandidierenden wollen sich den Herausforderungen der neuen Legislatur im Gemeinderat stellen

Am 26. September wählen die Murianerinnen und Murianer ihren neuen Gemeinderat. Es treten vier bisherige und zwei neue Kandidierende an.

Melanie Burgener
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Am 26. September wird im Klosterdorf Muri der neue Gemeinderat gewählt.

Am 26. September wird im Klosterdorf Muri der neue Gemeinderat gewählt.

Marc Ribolla (19.03.21)

Hans-Peter Budmiger, 45, bisher (Gemeindepräsident)

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Hans-Peter Budmiger, GLP, Unternehmer.

Hans-Peter Budmiger, GLP, Unternehmer.

zvg

Hans-Peter Budmiger: Es ist toll, wenn man mitgestalten kann, wenn man Verantwortung tragen darf und dabei viele spannende und interessante Menschen trifft. Ich bin voller Energie und es würde mich freuen, mit einem veränderten Team die Gemeinde vorwärtszubringen.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Dank meines langjährigen Engagements als Gemeinderat und Gemeindepräsident kennt man mich in Muri. Als Amtsältester wäre ich immer noch der jüngste im Gremium und bin überzeugt, beides positiv in die Waagschale werfen zu können. Ich würde mich freuen, Erfolgreiches weiter voranzutreiben und Projekte, die weniger gut oder schlecht gelaufen sind, auf Kurs zu bringen.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

Ich kann gut Brücken bauen, gehe gerne auf die unterschiedlichsten Menschen zu und begegne meinem Gegenüber mit Respekt und Achtung. Darüber hinaus bin ich ein Teamplayer mit einer hohen Lernbereitschaft und behalte dank meiner wertvollen Erfahrung die Übersicht, auch in hektischen und herausfordernden Momenten. Zuoberst auf dem Lindenberg aufgewachsen, liegt mir der Blick aus der Vogelperspektive bis heute.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Leider haben wir nicht DIE Lösung für unseren Verkehr. Es ist wichtig, dass die Hauptverkehrsachsen die Dorfteile so wenig trennen wie möglich, dazu sind attraktive Langsamverkehrswege und attraktive Querungen wichtig. Trotzdem müssen wir uns in Muri langfristig einig werden, wie wir Autos aus dem Zentrum wegbringen. Zudem ist die Information der Gemeinde und Kommunikation mit der Bevölkerung ein Thema, das ich aktiv anpacken will.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Es ist wichtig, dass die Murianer Bevölkerung Vertrauen in die Gemeindebehörden und in die Gemeindeverwaltung hat. Dafür müssen wir sorgfältiger planen, klarer kommunizieren und Projekte erfolgreich umsetzen. Insbesondere beim Langsamverkehr und beim Bahnhof braucht es sichtbare Resultate.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Muri ist ein attraktiver und sicherer Ort für alle Lebenslagen, in jedem Alter. Man wohnt hier gerne, arbeitet gerne in Muri und es gibt attraktive Freizeitangebote in Vereinen aber auch sonst. Muri zeichnet sich aus, dass man sich respektvoll und generationenübergreifend begegnet. Die Gemeinde hat eine moderne und nachhaltige Ausstrahlung gegen innen und aussen.

Milly Stöckli, 59, bisher, (Vizepräsidentin)

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Milly Stöckli, SVP, Bäuerin und Unternehmerin.

Milly Stöckli, SVP, Bäuerin und Unternehmerin.

Britta Gut

Das Zusammenarbeiten mit Menschen macht mir Freude. Ich stelle mich gerne den Herausforderungen zu Gunsten der Bevölkerung von Muri. Viele Projekte gilt es weiterzutreiben, damit Muri auch in Zukunft lebenswert bleibt.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Seit zwölf Jahren darf ich im Gemeinderat bereits mitwirken. Meine Sach- und Fachkenntnisse zeichnen sich aus und gerne setze ich meine Energie auch weiterhin ein. Lösungsorientiert und zielstrebig gehe ich meine Projekte an. Hindernisse werden analysiert und zusammen mit den Entscheidungsträgern wird nach Lösungen gesucht.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

In meinem Ressort Umwelt, Verkehr und Tiefbau habe ich mir ein grosses Fachwissen zugelegt. Ich kann mit der Verwaltung auf Augenhöhe diskutieren und schon viele Vorschläge und Ideen wurden umgesetzt. Wie zum Beispiel das Recycling Center, die Biodiversität auf den öffentlichen Flächen und die Entflechtung des Langsamverkehrs. Als Präsidentin der Forstkommission bringe ich das nötige Wissen gerne ein, denn als Ortsbürgerin von Muri liegt mir der Wald und der Rebberg besonders am Herzen.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Beim Individualverkehr läuft es in Muri, in den Stosszeiten, auf den Hauptachsen nicht. Mit der neuen Kommission «Mobilität 2050», in der alle Parteien und Interessengruppen von Muri vertreten sind, versuchen wir Lösungen zu erarbeiten. Bereits hat sich herausgestellt, dass dies keine einfache Aufgabe ist. Zusammen mit der Raumplanung sollen, wo möglich, Entflechtungen des Langsamverkehrs und des Individualverkehrs angestrebt werden. Mir ist es wichtig, den Langsamverkehr nicht gegen den Individualverkehr auszuspielen, sondern jedem Verkehrsteilnehmer seinen Platz zu geben.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Mit der Raumplanung und der damit verbundenen Zunahme der Bevölkerung wird es in Zukunft viele Herausforderungen geben. Sei das in der Gestaltung der Freiräume, des Verkehrsflusses oder bei den sozialen Strukturen. Es muss ein Gleichgewicht hergestellt werden, damit ein Leben in Muri zu einer grossen Lebensqualität führt oder bleibt.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Muri wird auch in zehn Jahren eine prosperierende Gemeinde mit viel Ausstrahlungskraft sein. Denn wir haben all unsere tollen Vereine, die viel dazu beitragen, dass wir nicht zu einer «Schlafgemeinde» gehören. All die vielen Festivitäten in Sport und Kultur bereichern unser Dorf enorm. Unsere Vereine sind wichtige soziale Pfeiler. Denn nur zusammen schaffen wir ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander.

Beat Küng, 47, bisher

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Beat Küng, Grüne, Landwirt.

Beat Küng, Grüne, Landwirt.

zvg

Meine «Mission» im Gemeinderat ist noch nicht beendet. In den ersten vier Jahren konnte ich sehr viel lernen und einiges bewirken. In den kommenden vier Jahren will ich dieses Verhältnis noch verbessern: Viel bewirken, einiges lernen und mich auf strategische Arbeit fokussieren.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Mein Wahlkampf ist meine Arbeitsweise der letzten vier Jahre. Ich erneuere mein Wahlversprechen: «Ich setze mich immer für die beste machbare Lösung ein.» Die angefangenen Projekte (Beispiel: «Testplanung Bahnhofareal») will ich erfolgreich zu Ende führen.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

Komplexe Zusammenhänge kann ich schnell erfassen und diese verständlich erklären. Zuhören und integrieren verschiedener Standpunkte machen meine Entscheidungsgeschwindigkeit nicht schneller, aber wohlüberlegte Entscheide wirken nachhaltig. Als Teamworker leiste ich meinen Beitrag und übernehme Verantwortung, auch wenn nicht alles nach meinem Wunsch läuft.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Die hohen Ziele, die sich der Gemeinderat in den Legislaturzielen 2018–2021 gesetzt hatte, wurden bis jetzt nur teilweise erreicht. Zusammen mit einem guten Team will ich dazu beitragen, dass das Wachstum noch mehr Richtung Qualität und Nachhaltigkeit gelenkt werden kann und die politisch breit abgestützten Ziele auch erreicht werden.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Das starke bauliche Wachstum ist ein Zeichen, dass Muri eine attraktive Gemeinde ist. Es bringt aber auch Herausforderungen mit sich wie zunehmender Verkehr und Ausbaubedarf der öffentlichen Infrastruktur. In meinem Ressort Hochbau ist die Pflege des Ortsbildes eine Daueraufgabe, die besonders bei hohem Wachstumsdruck nicht vernachlässigt werden darf.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Muri hat die höchste Lebensqualität verbunden mit minimalem ökologischem Fussabdruck. Beispielsweise tragen die einladenden öffentlichen Räume und das gut ausgebaute Velo- und Fusswegnetz dazu bei, dass man sich in Muri gerne aktiv bewegt und verweilt. Muri hat seine Stärken (engagierte und vernetzte Bevölkerung, Kultur, vielfältige Wirtschaft, gepflegtes Ortsbild) weiterentwickelt und punktet damit nicht nur in Lebensqualität, sondern auch wirtschaftlich.

Daniel Räber, 59, bisher

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Daniel Räber, Die Mitte, Betriebsökonom.

Daniel Räber, Die Mitte, Betriebsökonom.

zvg

Es sind dieselben wie bei meiner Wahl vor zwei Jahren: Muris Zukunft mitzugestalten ist eine sinn- und anspruchsvolle Aufgabe, die mich reizt. Nach intensiver Einarbeitungsphase bin ich im Amt angekommen, habe meine Dossiers im Griff und kann vermehrt Wirkung entfalten – sofern mir die Murianerinnen und Murianer weiterhin Vertrauen schenken.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Indem ich den direkten Kontakt zur Bevölkerung pflege. Ich tue dies nicht erst, seit ich Gemeinderat bin. Früher war ich aktiv in der Jungwacht und im FC. Später engagierte ich mich als Pfarreiratspräsident oder heute beim TV Muri Handball. Ich gehe auf Menschen zu, fühle ihren Puls und füge alles ins grosse Mosaik ein, an dem ich mich beim Entscheiden und Handeln orientiere. Ich versuche dabei ehrlich und verbindlich zu sein. Aber: Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

Beruflich bringe ich 40 Jahre an Fach- und Führungserfahrung in der Finanzindustrie mit. Ich habe Betriebsökonomie studiert und war jahrelang als Strategie- und Unternehmensberater sowie als Projektleiter unterwegs. Als Person behalte ich das grosse Ganze im Auge, schaue voraus sowie über Gemeindegrenzen hinweg und denke langfristig. Ich handle lösungsorientiert und verfolge vereinbarte Ziele hartnäckig. Ich kann gut Brücken schlagen und unterschiedliche Sichtweisen unter einen Hut bringen.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Leitbild und Legislaturziele 2018–2021 widerspiegeln die breit abgestützten Stossrichtungen unserer Kommunalpolitik. Wichtige Anliegen wie Umwelt und Klima, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Gesundheitsversorgung sind darin für mich noch zu wenig prägnant abgebildet. Hier muss der neue Gemeinderat nachbessern. Zudem glaube ich an die Kraft einer starken Kultur des Dialogs, der Zusammenarbeit und der kontinuierlichen Umsetzung. Da sind wir zwar auf dem Weg – aber noch lange nicht am Ziel.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Zentrale Herausforderung auch auf Gemeindeebene bildet der Themenkreis «Umwelt, Klima, Energie». Auch wir Murianerinnen und Murianer müssen hier und jetzt handeln. Dazu braucht Muri eine griffige Energiestrategie. Dringend nötig sind auch Lösungen für unser Verkehrsproblem. Die Übernahme der Aufgaben der Schulpflege durch den Gemeinderat muss gut gelingen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist gezielt zu fördern. Und wichtige Themen der Gesundheitsvorsorge müssen aktiv angegangen werden.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Bis 2031 wird sich Muri zur vitalen ländlichen Zentrumsgemeinde weiterentwickelt haben, in der über 10'000 Menschen gerne leben. Sie schätzen den Dialog über Gemeindegrenzen, Kulturen und Generationen hinweg, die attraktiven Lebensräume, das zeitgemässe Schulangebot und die Vielfalt an Arbeitsplätzen, welche Wirtschaft und Gesundheitssektor bieten. Muri hat dringliche Verkehrsprobleme bewältigt und geht als «Energiestadt» sowie in der integrierten Gesundheitsvorsorge erfolgreich neue Wege.

Carolynn Handschin-Tanner, 45, neu

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Carolynn Handschin-Tanner, Die Mitte, Fachlehrerin textiles, technisches und bildnerisches Gestalten.

Carolynn Handschin-Tanner, Die Mitte, Fachlehrerin textiles, technisches und bildnerisches Gestalten.

zvg

Vor zwei Jahren wurde ich schon einmal von der Partei für eine mögliche Kandidatur angefragt, doch damals war der Zeitpunkt für mich nicht optimal. Jetzt stimmen die familiären und beruflichen Voraussetzungen und ich will meine Energie für dieses Amt nutzen. Ich bin motiviert und würde mich freuen, mit meiner Zeit und meinen Erfahrungen einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Stärkung und Weiterentwicklung unseres Dorfes zu leisten.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Grosse Worte liegen mir nicht, ich bin eher eine Frau der Taten. Mit meiner Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit möchte ich mich für ein attraktives Zusammenleben für alle gesellschaftlichen Gruppen einbringen und mich für eine zukunftsorientierte, starke Gemeinde Muri einsetzen.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

Als ehemaliges Mitglied der Schulpflege Muri kenne ich die politischen Abläufe und Aufgaben der Gemeinde gut. Durch die Zusammenarbeit mit den vorherigen Gemeinderäten und Geschäftsführern konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Im schulischen Alltag werden einige meiner Kompetenzen wie z. B. Urteilsvermögen, Problemlösung und Kreativität immer wieder gefordert. Bei einer Zusammenarbeit in einem Gremium ist mir vor allem der gegenseitige Respekt und Wertschätzung sehr wichtig.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Das Ziel meiner Kandidatur ist nicht, die bisherigen Gemeinderäte und ihre bis anhin geleisteten Arbeiten anzuprangern, sondern einen wertvollen Beitrag zum Allgemeinwohl der Bevölkerung beizusteuern. Einiges läuft schon gut und die Richtung stimmt. Aber es gibt Handlungsbedarf, wie zum Beispiel im Verkehr und der Raumplanung. Indem ich mir über das Grosse und Ganze einen Überblick beschaffe und an einer tragbaren, soliden Lösung mitwirke, kann eine positive Veränderung stattfinden.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Die grösste Herausforderung sehe ich in der Problematik die Verkehrs- und Raumplanung, Bevölkerungswachstum und einen besonnenen Umgang mit unseren Steuergeldern ganzheitlich zu analysieren und in eine Vision zusammenzufügen. Ebenso ist es zwingend, alle beteiligten Betroffenen ins Boot zu holen, Transparenz zu schaffen und dadurch das Wohlwollen der Bevölkerung zu sichern.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Mit mir als Gemeinderätin sehe ich Muri in zehn Jahren als eine attraktive und lebenswerte Gemeinde für Jung und Alt.

Martin Arnold, 48, neu

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Martin Arnold, FDP, Elektroingenieur und Geschäftsführer.

Martin Arnold, FDP, Elektroingenieur und Geschäftsführer.

zvg

In einem so einzigartigen Land wie der Schweiz sollte sich jeder in irgendeiner Form für die Allgemeinheit engagieren. Ich habe das zuletzt zehn Jahre in der Schulpflege gemacht, davon acht Jahre als deren Präsident. Nun bin ich hochmotiviert, den nächsten Schritt in den Gemeinderat zu tun. Meine bisher gemachten Erfahrungen stimmen mich optimistisch, dass ich einen Mehrwert erzielen könnte.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ich bin kein Mann der grossen Worte. So habe ich mich auch in meiner beruflichen Karriere immer an den Leistungen messen lassen. Und so würde ich es auch gerne dieses Mal handhaben. Die Murianerinnen und Murianer sollen mich am Leistungsausweis meiner Arbeit in der Schulpflege messen und aufgrund dieser entscheiden, ob sie mir das Amt als Gemeinderat zutrauen.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Muri einbringen?

Gute Menschenkenntnisse, strategische Weitsicht und der Wille Projekte in die Tat umzusetzen betrachte ich als meine grössten Stärken. Und die Gemeinde Muri strategisch für die Zukunft richtig aufzustellen, mit Weitsicht zu planen und die anstehenden Projekte nach deren Priorität in die Tat umzusetzen, sind doch genau die wichtigsten Aufgaben als Gemeinderat. Wenn man das dann noch zusammen im Team erreichen kann, wird der Erfolg bestimmt nicht ausbleiben.

Was läuft in Muri noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Was mir schon länger Sorgen macht, ist die Verkehrssituation in Muri. Und mit dem Ausbau des Autobahnanschlusses in Affoltern wird sich die Lage eher noch verschärfen. Aber da zur Änderung dieser Situation der Kanton mit im Boot sein muss, würde ich zuerst eine Gesamtanalyse innerhalb der Raumplanung vornehmen, um die weitere Entwicklung vorherzusagen. Mit diesen fundierten Daten würde ich dann auf den Kanton zugehen, um zusammen eine konstruktive Lösung zu erarbeiten.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Muri in der nächsten Legislatur?

Ich habe festgestellt, dass in letzter Zeit gewisse Vorlagen mehrmals an die Gemeindeversammlung getragen wurden. Entweder, weil sich kurzfristig die Ausgangssituation geändert, oder aber dann, weil man gewisse Einflussfaktoren nicht richtig abgeklärt hat. Für die nächste Legislatur liegt die grösste Herausforderung darin, wieder etwas mehr Ruhe in den politischen Prozess zu bringen und schon lang anstehende Projekte wie z. B. die Überbauung Bahnhof endlich zur Umsetzung zu bringen.

Wie sehen Sie den Zustand der Gemeinde in zehn Jahren?

Meine Vision von Muri in zehn Jahren ist, dass wir das Verkehrsproblem zwar noch nicht gelöst haben, dass es aber ein konkretes Projekt gibt, welches sogar bereits in der Umsetzung ist. Weiter gibt es bis dann eine detaillierte Raumplanung als Basis für weitere strategische Entscheide. Und natürlich hat Muri bis dahin eine neue Gemeindeverwaltung und die Überbauung Bahnhof ist schon fast abgeschlossen.

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