Muri
Die Mitte behält mit Carolynn Handschin-Tanner den zweiten Sitz im Gemeinderat

Nebst allen Bisherigen wurde neu auch Carolynn Handschin-Tanner in den Murianer Gemeinderat gewählt. Gemeinsam mit Daniel Räber vertritt sie Die Mitte in der kommenden Amtsperiode. Auch Präsident Hans-Peter Budmiger und Vizepräsidentin Milly Stöckli bleiben im Amt.

Melanie Burgener
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Carolynn Handschin-Tanner und Daniel Räber sind in den Gemeinderat Muri gewählt worden und werden in der kommenden Amtsperiode die Mitte-Partei vertreten.

Carolynn Handschin-Tanner und Daniel Räber sind in den Gemeinderat Muri gewählt worden und werden in der kommenden Amtsperiode die Mitte-Partei vertreten.

Melanie Burgener

Die Frauenquote im Gemeinderat ist am Wahlsonntag um eins angestiegen. Carolynn Handschin-Tanner gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen um den freigewordenen Sitz im Gemeindehaus gegen Martin Arnold (FDP) mit einem Vorsprung von 92 Stimmen. Damit ist sie neben der bisherigen und wiedergewählten Vizepräsidentin Milly Stöckli (SVP) eine von zwei Frauen im bisher männerlastigen Gremium. Mit ihr kann Die Mitte den freigewordenen Sitz von Heinz Nater in der Murianer Exekutive behalten.

Noch kann Handschin, die 1321 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 948 erreicht hat, es noch gar nicht recht fassen, dass sie gewonnen hat. «Als der Parteipräsident mich angerufen und mir gesagt hat, dass ich gewonnen habe, war ich überrascht. Auch dass ich fast 100 Stimmen mehr habe als Martin, kann ich nicht so recht realisieren», sagt die 46-Jährige.

«Martin Arnold und ich wären beide wählbar gewesen»

Dem Wahlsonntag habe sie unbefangen entgegengeblickt, so Handschin. «Martin Arnold und ich wären beide wählbar gewesen und ich hätte es ihm auch gegönnt», sagt sie und ergänzt: «Es freut mich auch, dass er ebenfalls das absolute Mehr erreicht hat.» Dass sie fast 100 Stimmen mehr erhalten habe, könne an der Frauenquote liegen, die in den vergangenen Jahren verstärkt thematisiert wurde. «Ich war aber auch viel auf den sozialen Medien aktiv und habe probiert, da möglichst präsent zu sein. Und ich habe zwei Söhne, die vielleicht die Jungen für mich gewinnen konnten», vermutet Handschin.

Gemeinsam mit Carolynn Handschin wird der bisherige Daniel Räber die Mitte im Gemeindehaus Muri vertreten. Mit 1825 Stimmen erreichte der 60-Jährige das beste Wahlergebnis aller sechs Kandidierenden. «Das ist Zufall», sagt Räber und lacht. «Nein, ich habe mich natürlich über dieses gute Resultat gefreut. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung, aber auch ein Vertrauensvorschuss, den ich jetzt einlösen muss», sagt er.

Budmiger und Stöckli führen das Gremium weiterhin an

Vielleicht hätten die Murianerinnen und Murianer gemerkt, dass er in den zwei vergangenen Jahren, in denen er bereits im Gemeinderat Mitglied ist, Vollgas gegeben habe, analysiert Räber. «Und ich bin ein Urmurianer und habe Zugang zu Menschen in verschiedensten Lebenssituationen», sagt er. Er freue sich darauf, jetzt auf seiner Basis weiter aufbauen zu können. «Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinderäten. Wir funktionieren gut als Gremium», erzählt er.

Milly Stöckli wird eine weitere Amtsperiode als Vizepräsidentin von Muri im Gemeinderat tätig sein.

Milly Stöckli wird eine weitere Amtsperiode als Vizepräsidentin von Muri im Gemeinderat tätig sein.

Britta Gut
Hans-Peter Budmiger wurde erneut zum Gemeindepräsidenten von Muri gewählt.

Hans-Peter Budmiger wurde erneut zum Gemeindepräsidenten von Muri gewählt.

zvg

Eine weitere Amtsperiode als Gemeindepräsident darf der bisherige Hans-Peter Budmiger (GLP) im Gemeinderat bleiben. Er wurde mit 1650 Stimmen, bei einem absoluten Mehr von 1009, erneut ins Amt gewählt. Er wird den Gemeinderat wie bis anhin gemeinsam mit Vizepräsidentin Milly Stöckli anführen. Stöckli wurde mit 1122 Stimmen wieder in ihr Amt gewählt, das absolute Mehr lag hier bei 959.

Der bisherige Beat Küng schaffte die Wiederwahl mit 1693 Stimmen und wird so auch in der kommenden Amtsperiode 2022/2025 die Grünen im Gemeinderat vertreten.

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