Seit vielen Jahrzehnten führt der Singkonvent Freiamt jeweils am Bettag im September grosse Werke aus der klassischen geistlichen Chorliteratur auf. Bis die anspruchsvollen Werke aufgeführt werden können, braucht es eine intensive Probearbeit und viel Engagement. Die Sängerinnen und Sänger, die sich Jahr für Jahr zum Mitsingen begeistern lassen, sind in der Regel ambitionierte Laien. Soli und Orchesterparts übernehmen professionelle Musiker.

Heuer stehen mit Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn zwei Vertreter der Wiener-Klassik auf dem Programm. Der Chor wird zum einen das «Regina coeli» in B von Mozart singen, zum anderen die «Paukenmesse» von Haydn. Obwohl beide in den kirchlichen Rahmen gehören, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Mozart schlanke und bewegliche Stimmen verlangt, die jubeln und fröhlich sind, ist in der Messe von Haydn die Bedrohung und die Angst vor dem Ausbruch eines Krieges deutlich zu spüren. Flehend eröffnet er die Messe und endet in einem hoffnungsfrohen Dona nobis pacem (Gib uns Frieden). Die Gefühle, die die beiden Komponisten in ihren Werken musikalisch umgesetzt haben, sollen auf das Publikum übergehen. Keine leichte Aufgabe, die die Sängerinnen und Sänger unter der bewährten Leitung von David Schneider Jahr für Jahr gerne auf sich nehmen.

Dazu dürfen sich die Konzertbesucher auf die Aufführung der «Jupiter-Sinfonie», der Sinfonie Nr. 41 in C-Dur von Mozart, freuen. Bei diesem Werk wird wiederum das Barockorchester L’arpa festante aus München auf seinen historischen Instrumenten den Klangraum der Klosterkirche füllen. (az)

Konzerte 16. September, 19.30 Uhr, und 17. September, 17 Uhr, Klosterkirche Muri. Infos unter www.singkonvent.ch