Villmergen
Montana AG – der Freiämter Bausystemprofi

Villmergen 50 Jahre Montana AG: Rückblick auf eine bewegte Firmengeschichte. Die Firma, die Profilplatten für Dach- und Wandsysteme produziert, beging ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einer grossen Feier.

Verena Schmidtke
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Bauelemente sind ihr Fachgebiet: Firmensitz der Motana AG an der Durisolstrasse im Gewerbegebiet Villmergen.

Bauelemente sind ihr Fachgebiet: Firmensitz der Motana AG an der Durisolstrasse im Gewerbegebiet Villmergen.

Verena Schmidtke

Der Start ins Jahr 2014 gelang der Firma aus Villmergen mit dem Gewinn des «Swissbau Design Awards» sehr gut. «Das war wirklich fulminant», berichtet Marcel Kamm, Delegierter des Verwaltungsrates. Im Mai folgte soeben ein weiterer Höhepunkt. Die Firma, die Profilplatten für Dach- und Wandsysteme produziert, beging ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einer grossen Feier für Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten.

Villmergen seit 1990 Domizil

Seit 24 Jahren hat die Firma mit ihren rund 60 Mitarbeiten den Standort in Villmergen. Dort werden Bauelemente wie Trapezprofile und Wellbänder entwickelt, hergestellt und erfolgreich vermarktet. Die Hauptabsatzmärkte sind die Schweiz und Deutschland. Aber das Unternehmen exportierte ihre Produkte auch nach Österreich, Italien, Polen, Rumänien und in weitere Länder.

Der gute Kontakt zu den Kunden ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Firma. Deren Zufriedenheit gilt laut Marcel Kamm als Massstab. Neben ausführlicher Beratung von ausgewiesenen Fachleuten vor dem Verkauf steht das Unternehmen auch mit einem umfassenden Service danach zur Verfügung. Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen an der Durisolstrasse in Villmergen ebenfalls hoch im Kurs. So haben das Fassaden-Modul «Montaplus» sowie einige Sandwichelemente das Minergie-Zertifikat erhalten.

In Würenlingen gegründet

Die 1964 in Würenlingen als Montana Stahl AG gegründete Firma erlebte in den vergangenen 50 Jahren mehrere Veränderungen. 1986 wurde sie an die Eternit AG verkauft, vier Jahre darauf mit der Durisol Villmergen AG vereint. Daraufhin zog die Firma, die seitdem Montana Bausysteme AG heisst, ins Freiamt. 1999 entstand durch die Zusammenführung mit den Unternehmen British Steel und Koninklijke Hoogovens die Corus Group. Diese wurde 2007 dann durch die indische Tata Steel übernommen und ist der fünftgrösste Stahlkonzern der Welt.

Nach dem Umzug nach Villmergen hatte die Montana Bausysteme AG mit den Folgen eines konjunkturellen Einbruchs zu kämpfen. Die Verkaufszahlen gingen zurück, Mitarbeitende wurden entlassen. Doch es gelang der Firma, mittels Umstrukturierungen in der Produktion Kosten zu senken und die Qualität der Produkte zu steigern. Ausserdem konnten durch eine Erweiterung des Sortiments neue Absatzmärkte erschlossen werden.

Spezielle Aufträge

Aufgrund guter Kundenkontakte nach Griechenland produzierte die Montana Bausysteme AG für mehrere Sportstadien der olympischen Spiele 2004 in Athen Dach- und Fassadenelemente. Der gute Ruf der Firma ist auch in Saudi-Arabien bekannt, wo sie 2010 die Deckenelemente für das Mecca Royal Clock Tower Hotel liefert. Auf dem Schweizer Markt, wo immerhin zwei Drittel des Firmen-Umsatzes erwirtschaftet werden, ist das Unternehmen an zahlreichen Bauprojekten beteiligt. Ein nahes und aktuelles Beispiel ist die Wohnüberbauung Widmi in Lenzburg, wo die Firma für die Fassaden zuständig zeichnet.

Blick in die nahe Zukunft: Wie Marcel Kamm ausführt, sieht die aktuelle Auftragslage beim Freiämter Bausystemprofi trotz der eher schwierigen wirtschaftlichen Situation in Europa ganz gut aus.