Der anhaltende Zustrom von Asylsuchenden macht laut dem Departement von Susanne Hochuli eine zweite unterirdische Unterkunft erforderlich. Allein im Monat August seien dem Aargau 310 Asylsuchende zur Unterbringung und Betreuung zugewiesen worden. Der Kanton geht davon aus, dass diese Zuweisungszahlen anhaltend hoch bleiben werden.

Zelte für Asylbewerber sollen abgebrochen werden

Nachdem die Geschützte Operationsstätte (GOPS) des Spitals Baden vor zwei Wochen in Betrieb genommen wurde und seither kontinuierlich belegt wird, ist nun die Inbetriebnahme der GOPS in Muri in Vorbereitung. Ab Mitte Oktober 2015 werden gestaffelt rund 150 Asylsuchende einziehen, wie der Kanton mitteilt und die bereits früher kommunizierten Pläne konkretisiert. Der Gemeinderat und der Kanton haben bereits eine Begleitgruppe eingesetzt.

Mit der GOPS in der Oberfreiämter Gemeinde sollen laut Kanton «die temporären mobilen Infrastrukturen in Aarau, Buchs und Villmergen abgelöst werden». Gemeint sind damit die Armeezelte, welche im Sommer wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms als temporäre Unterkünfte aufgebaut worden waren.

Der Kanton und die Gemeinde Muri führen am 15. September 2015, 19.30 Uhr, im Festsaal des Gemeindehauses eine öffentliche Informationsveranstaltung durch, an der im Detail über die Unterbringung und Betreuung informiert wird. (pi)

Im Keller: So sieht es in dem unterirdischen Not-Spital in Muri aus.

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