Niederwil-Nesselnbach
Mit vier Töfflis fahren sie über drei Alpenpässe in der Westschweiz

Begeisterte Mofafahrerin und Mofafahrer nahmen am Red Bull Alpenbrevet teil und fuhren dabei über Westschweizer Pässe. Nächste Woche findet in Nesselnbach ein Plauschrennen für Töffli statt.

Toni Widmer
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Sie liessen es knattern: Geraldine Parpan, Thomas Lussi, Adrian Gratwohl und Richard Gauch.

Sie liessen es knattern: Geraldine Parpan, Thomas Lussi, Adrian Gratwohl und Richard Gauch.

Zur Verfügung gestellt

Einst nannte man sie Schnäpper oder Sackgeldverdunster. Heute heissen sie Hödis und sind Kult. Nicht zuletzt dank einer Serie von «SRF bi de Lüt». Zwei Männer auf zwei Töfflis kennen nur ein Ziel: Mit 30 Stundenkilometern knattern Simon Enzler und sein Freund und Bühnenpartner Dani Ziegler über die Landstrassen. Und lassen bei den Zuschauern die Sehnsucht nach Freiheit und die Lust am Abenteuer wieder aufleben.

Immer mehr «gestandene Männer» (und Frauen) lassen es nicht bei der blossen Erinnerung an alte Zeiten bewenden. Sie holen ihr altes Moped aus der Garage, möbeln es auf und fahren los.

Die Fernsehsendung hat einen gewaltigen Boom ausgelöst. Töffli sind wieder Kult und innerhalb kurzer Zeit massiv teurer geworden: «Vor ein paar Jahren konnte man ein gut erhaltenes Hödi noch für 100 Franken kaufen. Heute muss man dafür mindestens einen Tausender hinblättern», sagt Adrian Gratwohl aus Niederwil.

Er ist mit seiner Kollegin Geraldine Parpan und seinen Kollegen Thomas Lussi und Richard Gauch soeben das Red Bull Alpenbrevet gefahren. Ein «Rennen», das dieses Jahr zum 4. Mal ausgeschrieben wurde und stets mehr Teilnehmer anzieht. Einen Startplatz gibt es nur mit Glück: «Man kann sich an vier vorbestimmten Daten via Internet anmelden. Der Andrang ist jeweils so riesig, dass viele leer ausgehen», erzählt Gratwohl.

Diesmal hätte er vier Plätze buchen können, zur grossen Freude der Niederwiler Töffliclique. Gefahren wurde am 7. September in vier Gruppen zu je 200 Hödis von Saanen aus über drei Pässe, den Col de Pillon, den Col de la Croix und den Col des Mosses. Sieger waren letztendlich alle, denn es zählt nicht die schnellste Zeit, sondern die Freude an der Sache. «Es war eine gewaltige Sache. Das Publikum stand am Strassenrand Spalier und hat uns zugewunken. Einfach genial. Im nächsten Jahr fahren wieder, sofern wir uns je einen der raren Startplätze sichern können», sagt Gratwohl.

Knattern lassen kann das Quartett seine Hödis demnächst aber auch zu Hause, an einer von den Ehemaligen der Feuerwehr Fischbach-Göslikon-Niederwil organisierten Veranstaltung. Am Samstag, 21. September, findet das vierte Töfflirennen rund um die Scheune von Alois Horat in Nesselnbach statt.

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