Kommentar

Wer in die Schulpflege will, muss mit offenen Karten spielen

Fabio Vonarburg
Die Kandidatin der CVP für die Schulpflege sagt nicht, ob sie Scientology-Mitglied ist.

Die Kandidatin der CVP für die Schulpflege sagt nicht, ob sie Scientology-Mitglied ist.

Bei einer Wahl für ein öffentliches Amt müssen die Wählerinnen und Wähler transparent informiert sein. Dann ist auch eine Scientology-Mitgliedschaft nicht unbedingt problematisch.

Die Kandidatin der CVP für die Schulpflege will nicht öffentlich darüber diskutieren, ob sie ein Mitglied von Scientology ist und verweist auf die Religionsfreiheit. Das wäre ihr gutes Recht, wenn Sie nicht für die Schulpflege kandidieren würde.

Als Kandidatin für ein öffentliches Amt, gerade im sensiblen Bereich der Schule, muss sie den Wählern gegenüber transparent sein. Sie müssen wissen, welches Weltbild die Person hat, die sie in die Schulpflege wählen. Insbesondere, wenn es sich um eine umstrittene Organisation wie Scientology handelt, die ihr eigenes Schulkonzept verfolgt.

Eine Scientology-Mitgliedschaft macht die CVP-Kandidatin nicht unwählbar. Sie lebt seit über zwei Jahrzehnten in Hägglingen, man kennt sie im Dorf. Die Wähler im Dorf können am besten beurteilen, ob sie für die Schulpflege geeignet ist – trotz ihrer Nähe zu Scientology.

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Fabio Vonarburg

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