Muri
Mit ihrem Neubau machen diese Stromer ihren Strom gleich selber

Dieser Gewerbeneubau hat Vorbildcharakter. Deshalb wurde die Bütler Elektro Telecom AG in Muri mit dem Energiepreis 2015 geehrt. Das Gebäude wurde nach dem höchsten Minergie-Standart gebaut – etwas seltenes bei Gewerbebauten.

Eddy Schambron
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Strahlende Gesichter: Milly Stöckli, Vizepräsidentin von Muri, Hermann und Barbara Bütler sowie Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum (von links). ES

Strahlende Gesichter: Milly Stöckli, Vizepräsidentin von Muri, Hermann und Barbara Bütler sowie Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum (von links). ES

Eddy Schambron

Die Bütler Elektro Telecom AG hat ihren neuen Gewerbeneubau nicht nur konsequent im Minergie-P-Standard erstellt, sondern nutzt und produziert auch Strom aus der Sonne.

Dafür haben das Muri Energie Forum und die Kommission Energie, Umwelt und Mobilität der Gemeinde Muri der Familie Bütler den mit 2000 Franken dotierten Energiepreis 2015 verliehen.

«Wenn schon, denn schon», sagten sich Hermann und Barbara Bütler und ihre Töchter Kerstin und Isabelle, als sie darüber sprachen, wie der Gewerbeneubau zu realisieren wäre.

Es wurde der höchste Minergie-Standard gewählt, was für Gewerbebauten sehr selten ist. Es wurde eine 55 kW-Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch aufs Dach und an die Südfassade montiert.

Temperaturschwankungen werden nicht mit einer Klimaanlage, sondern mit einer Betonkernheizung und -kühlung über eine Erdsondenwärmepumpe ausgeglichen, Licht kommt ausschliesslich aus LED-Leuchten, für die WC-Spülungen wird Regenwasser verwendet.

«Dieser Neubau hat Vorbildwirkung», fasste Stefan Staubli, Präsident des Muri Energie Forums, an der Verleihung des 4. Murianer Energiepreises zusammen. Milly Stöckli, Vizepräsidentin von Muri, lobte wiederum den haushälterischen Umgang mit dem Bauland, indem die Parkierung optimal mit dem benachbarten Gewerbetreibenden, der Profot AG, gelöst wurde.

Starkes regionales Handwerk

«Ich habe während des Baus nicht ein einziges Mal geflucht», machte Hermann Bütler deutlich. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei sehr unkompliziert und speditiv verlaufen, die Wahl von regionalen Gewerbetreibenden habe sich als überaus positiv herausgestellt.

«Sie haben gezeigt, wie leistungsfähig und qualitätsbewusst unsere Handwerker sind.» Für Bütler ist klar, dass Investitionen in erneuerbare Energien und die Energiewende «ökologisch und auch wirtschaftlich sinnvoll sind und sich auch lohnen.»

Bei der Erstellung des Gewerbeneubaus für seine Firma, die er als 25-Jähriger als Einmann-Unternehmen gründete und die heute gegen 60 Mitarbeitende beschäftigt, sei es wie bei einer langfristigen Geschäftsbeziehung: «Am Anfang ein paar Franken zu sparen, kommt im Laufe der Zeit teuer zu stehen.»

Die 2000 Franken, die mit dem Energiepreis verbunden sind, schenkte er gleich weiter an das Muri Energie Forum mit dem Wunsch, es in eines der nächsten Projekte zu investieren.

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