Muri
Mit einem Video und Flugblättern auf Stimmfang

Mit neuen Ideen auf Stimmenfang: Manuela Meier und Beat Küng kandidieren für den Gemeinderat Muri und sind mit unterschiedlichen Ansätzen auf Stimmfang.

Eddy Schambron
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Manuela Meier zeigt auf einem Flugblatt ihre Vorstellung von einem Kreisel beim Bahnhof aus und lädt zur Diskussion ein.

Manuela Meier zeigt auf einem Flugblatt ihre Vorstellung von einem Kreisel beim Bahnhof aus und lädt zur Diskussion ein.

Eddy Schambron

Wenns um die Wurst geht, werden Politikerinnen und Politiker manchmal erfinderisch. Das ist auch auf Gemeindeebene so, wie aktuell Muri beweist: Manuela Meier, Gemeinderatskandidatin der SVP, präsentiert über ein überparteiliches Komitee ihre Projektvorstellung von der Entwicklung des Bahnhofareals, der Grüne Beat Küng ist mit einem Comic-Video auf Youtube anzutreffen mit dem Aufruf: «Jedi Stimm zählt.»

«Wer het mini Unterlagen verhüeneret», ruft der Güggel in Beat Küngs Hühnerstall in die Runde. Die Wollschweine wehren sich gegen die Unterstellung, diese verbuddelt zu haben, und schieben den Ball den «komische Büffeln» zu. Aber die wissen von nichts und nur damit beschäftigt, «ständig sis Grünzügs» zu fressen. Die Unterlagen kommen dann im Hühnerstall glücklicherweise doch noch zum Vorschein, nachdem die Hühner ein bisschen in der Einstreu scharren. Klar ist, welcher Name draufsteht. Bis gestern Abend wurde das Video gegen 300 Mal geklickt.

Kreisel als Lösung

Das Wahldatum 21. Mai steht nirgends auf dem Flugblatt des «Überparteilichen Wahlkomitees pro Manuela Meier in den Gemeinderat Muri». Dafür wird eine Projektvorstellung der Kandidatin aufgezeigt, die ziemlich grossartig daherkommt: Anstatt der Kreuzung Bahnhofstrasse/Nordklosterrain und Aarauerstrasse zeichnet sie einen Kreisel mit Fussgängerunterführung. «Ein Verkehrskollaps an dieser Kreuzung ist früher oder später zu befürchten.» Die Unterführung würde im Bereich der bestehenden Perron-Unterführung weiter bis zur Pflegi geführt. Zu den Kosten und zur Machbarkeit lässt der Vorschlag allerdings einiges offen. Dafür fordert die Gemeinderatskandidatin zum Mitdiskutieren auf: «Wie denken Sie darüber?»

2. Wahlgang in einer Woche

Beim ersten Wahlgang für den Ersatz der zurückgetretenen Christine Brun standen den Stimmberechtigten vier Kandidaturen zur Auswahl: Manuela Meier von der SVP, Monika Huber von der SP, Ulrich Aeberhard von der FDP und Beat Küng, der der Grünen Partei angehört. Letzter wurde und wird auch von der CVP unterstützt, welche nicht mit einer eigenen Kandidatur zum ersten Wahlgang antrat. Bei einem absoluten Mehr von 976 Stimmen ging Küng mit 849 Stimmen in die Poleposition für den zweiten Wahlgang, Meier entschied sich mit ihren 516 Stimmen, ebenfalls in die zweite Runde zu gehen. Aeberhard mit 285 Stimmen und Huber mit 262 Stimmen strichen die Segel.

Der Wahlkampf ist flau und friedlich. Sowohl Meier als auch Küng präsentieren sich, obwohl man sich von ihrer Parteizugehörigkeit eine gewisse Polarisierung vorstellen könnte, als für alle wählbar.

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