Durch Thailand haben sie es bereits geschafft, jetzt folgen der Reihe nach Laos, Kambodscha und Vietnam. Pascal Wettstein aus Villmergen und seine Frau Elvira Häfeli aus Schafisheim marschieren rund 5 000 Kilometer weit durch Südostasien, um für die Mines Advisory Group (MAG) Geld zu sammeln.

Die aus England stammende MAG ist auf Minenräumung und Entwicklungshilfe spezialisiert. 1997 erhielt sie, zusammen mit anderen Organisationen, den Friedensnobelpreis für eine internationale Kampagne für das Verbot von Landminen.

1600 von 5000 Kilometern geschafft

Bisher sind Häfeli und Wettstein 1600 Kilometer weit gewandert. Im Internet erzählen sie mit einem Blog auf Deutsch und Englisch von ihren Abenteuern: «Im ländlichen Laos haben wir uns mittlerweile an das Bild von nackten Kindern, die schwanzwedelnden Schweinchen quer über die Strasse nachjagen, gewöhnt», schreiben die beiden im letzten Eintrag.

Der Unterschiede zwischen Thailand und Laos sei gross. Die Erfahrungen von 775 Kilometern Fussmarsch durch Thailand zählten in der laotischen Republik nichts mehr.

«Niemand sollte so leben müssen»

«Im letzten Jahrzehnt ist das Problem der Landminen leider in den Hintergrund gerückt, nachdem es in den späten 90er-Jahren ein grosses Thema war», so die Dauerwanderer.

Über ein Drittel aller Länder der Welt sei davon betroffen. Die Entwicklung in diesen Gebieten sei durch die «Verschmutzung» oftmals verlangsamt oder gar verunmöglicht.

In Südostasien ist Laos am stärksten mit Landminen und Blindgängern belastet (siehe Box), obwohl es offiziell nie in den Krieg verwickelt war. Damit die Bevölkerung genug Nahrung hat, muss sie enorme Risiken auf sich nehmen und Land bearbeiten, auf dem jeder Schlag mit der Hacke eine tödliche Explosion herbeiführen kann.

Von den rund 20 000 laotischen Minen-Opfern seit dem Ende des Vietnamkrieges – noch immer kommen jährlich im Schnitt 300 Opfer dazu – ist jedes Dritte ein Kind.

Neugierde und Entdeckergeist der Kleinen wird in diesen Ländern oft mit dem Tod bestraft. In Kambodscha und Vietnam ist die Situation ähnlich. Deshalb wandern Wettstein und Häfeli und rufen zur Spende für MAG auf: «Niemand sollte so leben müssen. Dafür geben wir einen kleinen Teil unseres privilegierten Lebens an diese Menschen weiter.»

Link zum Blog: http://ueberlandindieschweiz.blogspot.ch/