Ringen
Mit diesem Sieg haben sie genügend Reserve für Pflichterledigung

Die Ringerstaffel Freiamt ist nach dem 26:10-Heimsieg in Sins gegen Einsiedeln so gut wie für den Halbfinal qualifiziert.

Wolfgang Rytz
Merken
Drucken
Teilen
Einsiedeln (Andreas Burkard, rechts) rüttelte an Freiamt (Marc Weber, links), brachte jedoch die Aargauer nicht ausreichend aus dem Gleichgewicht. WR

Einsiedeln (Andreas Burkard, rechts) rüttelte an Freiamt (Marc Weber, links), brachte jedoch die Aargauer nicht ausreichend aus dem Gleichgewicht. WR

Wolfgang Rytz

«Schade für die 400 Zuschauer», bedauerte Trainer Adi Bucher die fehlende Spannung. Zum Schluss gingen drei Freiämter Ringer vorzeitig als Sieger von der Matte, zuletzt gar kampflos. Den abstiegsgefährdeten Einsiedlern fehlten vier verletzte Teamstützen. Bei dieser Ausgangslage war ein klarer Heimerfolg für die Aargauer Ringerhochburg Pflicht. «Obwohl wir in drei Kämpfen unter unseren Möglichkeiten blieben, hatten wir genügend Spielraum», lautete Buchers Kurzanalyse.

Weiterhin eindrücklich präsentiert sich die Bilanz der drei erfolgreichsten Ringer der Liga von Freiamt: Nino Leutert, Randy Vock und Pascal Strebel setzten sich im siebten Einsatz zum siebten Mal überlegen durch. Vor allem Vock als internationaler Freistilspezialist hatte aber im Greco-Kampf bis 65 Kilo hart zu kämpfen, um den in dieser Stilart besser beschlagenen Michel Schönbächler 7:2 auf Distanz zu halten.

Kurzes Schwingerduell

Erstmals in dieser Saison blühte Pascal Gurtner auf. Der Schwingereidgenosse schulterte Kranzschwinger Daniel Inderbitzin nach einer Minute. Der zweite Freiämter Schwinger, Roman Zurfluh, brachte den aktuellen Doppelmeister Sven Neyer an den Rand einer Punkteniederlage.

Doch der beste Ringer der Gäste verhinderte diese mit einem Standschleuderwurf eine halbe Minute vor Ablauf der Zeit. Viel Trainerlob verdiente sich Leichtgewichter Reto Bürgisser für seinen ersten NLA-Saisonsieg. Mehr hatte sich Adi Bucher von Marc Weber erhofft. Der Egliswiler verletzte sich aber beim Aufwärmen erneut an der Schulter und wirkte gegen Andreas Burkard gehemmt. Christian Huwiler spielte seine Routine zu wenig aus. Der Gewichtsverlust in die 70er Freistilklasse kostete ihn Substanz.

Das Freiämter Schlussfeuerwerk zündeten Pascal Strebel und Jayan Göcmen, die ihre Gegner schnell ausgepunktet hatten. «In der Nationalliga A fehlt ein starkes sechstes Team», kommentierte der Freiämter Trainer die Vorstellung der Schwyzer.