Traumberuf Pilot

Mit dem Linienpilot aus Oberwil-Lieli im Cockpit durch die Gewitterfront

«Ready to take off»

«Ready to take off»

Philipp Ehrensperger aus Oberwil-Lieli lebt den Traumberuf Pilot. An diesem Tag geht der erste Flug nach Barcelona – so sieht der Arbeitsbeginn in aller Frühe und der Alltag im Cockpit aus.

Es ist der Traum vieler Kinder und Philipp Ehrensperger lebt ihn jeden Tag: Er ist Linienpilot bei der Swiss und wohnt in Oberwil-Lieli. Dabei inspiziert er vor jedem Flug die Maschinerie seines Flugzeuges und weiss auch stets, wie man mit einer Gefahrensituation umgehen muss.

Seit 13 Jahren ist der in Oberwil-Lielier wohnhafte Philipp Ehrensperger Linienpilot bei der Fluggesellschaft Swiss. Jeder Flug braucht grosse Vorbereitung, so auch dieser mit der Ziel-Destination Barcelona, bei welchem ihn "Tele M1" begleitet.

Morgens um sechs Uhr wird im Meteo-Zentrum des Flughafen Kloten das Wetter studiert, und schon da sieht man, dass zur Zeit des Rückfluges im Raum Zürich Gewitter angesagt sind.

Kurz darauf geht es mit dem Auto über das Rollfeld und direkt zum Airbus A320, mit welchem der Aargauer Pilot nach Spanien fliegen soll. Bei einer Inspektion der Maschine geht Ehrensperger nicht nur vorsichtig vor, er wird auch etwas pathetisch: "Das Anfassen der Triebwerke ist auch etwas persönliches, eine Kontaktaufnahme mit unserer Lebensversicherung."

Von der Kontrolle ausserhalb geht es in das Herz des Airbus – dem Cockpit. Hier arbeiten Pilot und Co-Pilot Checklisten ab, bis es dann etwas später in die Lüfte geht. Während dem regulären Flug wird zwar der Autopilot aktiviert, jedoch wird dieser dauerhaft von beiden Piloten überwacht. Trotzdem können sie einige imposante Augenblicke aus dem Fenster auf rund 10'000 Meter über Meer aufgeschnappen: "Für uns sind die grossen Momente die eindrücklichen Wetterphänomene und Eindrücke, welche wir immer wieder teilen können und auch immer wieder beeindrucken."

Als die Landebahn von Barcelona immer näher kommt, wird der Autopilot ausgeschaltet und das Flugzeug wird von Hand sicher in Barcelona gelandet.

Ein Flug ins Ungewisse

Ein Flug ins Ungewisse

Nach dem ruhigen Flug gestern nach Barcelona erwartet Linienpilot Philipp Ehrensperger eine Gewitterfront auf dem Rückflug: Festhalten!

Am Nachmittag wird der Airbus wieder vollgetankt und die aktuellen Wetterdaten kommen an. Das bereits morgentlich prophezeite Gewitter über der Region Zürich ist Tatsache.

Die Piloten arbeiten nun Notfallszenarien aus: "Wir haben Varianten, damit wir, falls wir in Zürich nicht landen können, trotzdem mit ruhigem Puls durchstarten, ein zweites oder ein drittes Mal anfliegen können und immernoch die Möglichkeit haben, auf weitere Flugplätze auszuweichen, bei denen das Wetter besser ist"

Nach rund einer Stunde Flugzeit erscheint die eindrückliche Gewitterwand, welche in der Nordwestschweiz ganze Quartiere unter Wasser setzt. Fluglotsen beim Flughafen Kloten lassen Philipp Ehrensperger mit seiner Maschine deswegen über dem ihm heimischen Aargau kreisen.

Als es ihm gelingt, die aktiven Gewitterzellen zu umfliegen erscheint plötzlich aus den dichten Wolken die Landebahn.

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Autor

Matthias Hug

Matthias Hug

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