Dottikon
Mit dem Hutmacher und John Lennon einen Abend lang in eine märchenhafte Welt eintauchen

Die Musikgesellschaft Dottikon verzaubert ihr Publikum und nahm es mit zu den Brüdern Grimm und Disney.

Verena Schmidtke
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Der verrückte Hutmacher führte durch den musikalischen Abend

Der verrückte Hutmacher führte durch den musikalischen Abend

Verena Schmidtke

Sobald die kraftvollen Klänge des Stückes «Lucifer» von Alan Parsons ertönten, eine bunt gekleidete Gestalt durch das Publikum wirbelte und auch noch Feuer spuckte, galt alle Aufmerksamkeit der Zuschauer dem Bühnenprogramm. Passend zum Motto «Imagine» verbreitete die Musikgesellschaft Dottikon am Wochenende eine geradezu märchenhafte Atmosphäre im Risi. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie dabei vom verrückten Hutmacher aus «Alice im Wunderland», auch bekannt als Thomy Widmer. Dieser konnte aber nicht nur Feuer spucken, sondern auch zaubern und wusste viel Spannendes über Märchen zu berichten, bildeten diese doch den Hintergrund für die gesamte Vorstellung. Gern liess sich das Publikum in eine bunte Märchenwelt entführen.

Motto und Umsetzung

Wie Präsidentin Julia Passfall und Dirigent Hanspeter Weiss mitteilten, hatte die Musikkommission das Thema «Imagine» gewählt: «Die Idee war, Märli als Aufhänger zu nehmen und auf Fantasie auszuweiten, da war ‹Imagine› naheliegend.» Bei der Umsetzung des Themas half die Unterhaltungskommission. «Wir haben viele Kreative hier im Verein», freute sich Passfall. Der Verein sei cool und die Vereinsstrukturen ermöglichten erst einen solchen Abend, so Weiss. Sehr glücklich zeigten sich beide über die Zusammenarbeit mit Thomy Widmer, der bereits im letzten Jahr moderiert hatte.

Nicht fehlen durfte bei dem Motto des Unterhaltungskonzertes natürlich John Lennons «Imagine», eines der bekanntesten und vielleicht beliebtesten Musikstücke überhaupt, also wie geschaffen für Vorstellungskraft und Fantasie, die an diesem Abend tonangebend waren. «Spinnräder kommen häufig in den Märchen der Gebrüder vor», so der Hutmacher, «da passt das Stück ‹Spinning Wheel› hervorragend.» Als Begleitung zur Musik gab es an zwei Leinwänden Filmeinspielungen zu sehen, dabei fiel auf, dass besonders Disney gerne Märchen verfilmt.

Eine rhythmische Herausforderung

Sehr vertraut dürften den meisten Zuschauern die Melodien aus dem Disney-Film «Little Mermaid» gewesen sein. Zum Medley berichtete Dirigent Hanspeter Weiss: «Rhythmisch ist das eine Herausforderung.» Ebenso auch «Songs of the Wizz» von Quincy Jones und Charlie Smalls, fügte er hinzu. Für das Unterhaltungskonzert arrangierte Hanspeter Weiss «Schwan» von Gölä zur Geschichte «Das hässliche Entlein».

Einen «Hach»-Moment dürften viele weibliche Zuschauer erlebt haben, als sich «Cinderella’s Dance» als Musik des Films «Aschenbrödel» entpuppte. Zum Abschluss des Konzertes tauchte ein weiterer Beatle im Programm auf, und zwar Paul McCartney. Dieser hatte zusammen mit Ehefrau Linda für einen James-Bond-Streifen «Live and Let Die» komponiert, ein Stück voller Power zum Abschluss des gelungenen Unterhaltungsabends.

Den Musikern gelang es mehr als einmal, Hühnerhaut beim Publikum zu erzeugen. Immer wieder gab es spontanen Applaus und Jubel. Selbstverständlich liessen die Zuhörer die MG Dottikon nicht ohne Zugaben von der Bühne.