Eggenwil
Mit 2.7 Millionen zum 2. Anlauf zur Erweiterung der kleinen Dorfschule

Die Realisierung des abgespeckten Schulhausprojekts in Eggenwil kostet 2,7 Millionen Franken. Auf den Bau einer Mehrzweckhalle wird verzichtet, das bestehende Foyer soll aber erweitert. 2014 und 2015 sollen die Arbeiten ausgeführt werden.

Lukas Schumacher
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Am 29. November gelangt das Schulvorhaben zur Abstimmung.

Am 29. November gelangt das Schulvorhaben zur Abstimmung.

sl

Das vor einem Jahr gescheiterte Schul-Erweiterungsprojekt in Eggenwil hätte Umsetzungskosten von 3,8 Mio. Franken ausgelöst. Das aktuelle, verkleinerte Projekt ist für 2,7 Mio. Franken zu haben und somit deutlich günstiger.

Zudem schlägt das abgespeckte Vorhaben weniger stark auf den Steuerfuss der Kleingemeinde durch. So war das abgelehnte Projekt an eine Steuererhöhung von 6 Prozentpunkten gekoppelt.

Das neue Projekt ist mit einer Erhöhung von 4 Prozentpunkten verknüpft. Bei Zustimmung zur Schulvorlage an der Gemeindeversammlung vom Freitag, 29. November, steigt der Steuersatz nächstes Jahr von 98 auf 102%.

Ohne Mehrzwecksaal, mit Anbau

Aus Kostengründen wird auf die geplant gewesene Erstellung eines multifunktionellen Mehrzwecksaals verzichtet. Stattdessen wird ein bescheidener Anbau für den Mittagstisch realisiert, indem man das bestehende Foyer vergrössert.

Das verkleinerte Projekt deckt laut Schulleiterin Franziska Pedersen «die Raumbedürfnisse unserer Schule für die nächsten Jahre ab».

Um ein Luxusprojekt handle es sich keineswegs, und eine vorsorgliche Schulraumreserve werde auch nicht geschaffen. Wichtig sei, so Schulleitung, Schulpflege und Gemeinderat, dass man den dringend benötigten neuen Kindergarten bald erstellen und die geplanten Umbau- und Renovationsarbeiten im bestehenden Schulhaus ausführen könne.

Die Kosten im Überblick

Das Gesamtvolumen der beiden Neubauten – Kindergarten samt Gruppenrum und Anbau für den Mittagstisch – beträgt rund 1600 Kubikmeter, die Realisierungskosten belaufen sich auf 1,15 Mio. Franken.

Ein ähnlich hoher Betrag, nämlich 1,17 Mio. Franken, wird in die Sanierung und Erneuerung des bestehenden Schulhauses gesteckt. Dazu gehören eine neue Heizung – statt mit Öl soll mit Holzschnitzeln/Pellets geheizt werden – der Einbau einer Liftanlage, die Sanierung der Haustechnik und der Toilettenanlage, Brandschutzmassnahmen sowie diverse Renovations- und Umbauarbeiten. Bei einem Ja am 29. November werden die Erweiterung und Sanierung in den Jahren 2014/2015 ausgeführt.

«Auslagerung nicht sinnvoll»

Von einer theoretisch möglichen Auslagerung der 5. und 6. Primar nach Bremgarten und Zufikon halten Gemeinderat, Schulpflege, Finanz- und Planungskommission wenig. «Das wäre keine sinnvolle, nachhaltige Lösung.»

Vielmehr trage ein Volksschulangebot vom zweijährigen Kindergarten bis zur sechsten Primarschulklasse zur Lebensqualität und Standortattraktivität in kleinen Gemeinden wie Eggenwil mit den gut 900 Bewohnern bei. Eine Auslagerung würde die Schule Eggenwil empfindlich schwächen, halten Behörden und Kommissionen fest.