Bremgarten
«Mister Freiämterweg» Peter Hägler ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 würdigen die Sozialdemokraten der Region ausserordentliche Engagements mit einem Anerkennungspreis. Den 11. Sozi-Preis erhielt Peter Hägler aus Muri, der Hauptinitiator und -realisator des 180 Kilometer langen Freiämterwegs.

Lukas Schumacher
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Hägler als Preisgewinner, rechts Rafael Häfliger. sl

Hägler als Preisgewinner, rechts Rafael Häfliger. sl

Der frühere Bezirksschullehrer Peter Hägler nahm die Auszeichnung in Anwesenheit von 50 Personen im Bremgarter Restaurant Bijou entgegen.

100 Fünfliber und eine Skulptur

Der diesjährige Preis fiel zweiteilig aus: Nebst dem üblichen Geldbeutel aus Leder, der mit 100 Fünflibern gefüllt war, umfasste er eine vom Wohler Bildhauer Rafael Häfliger angefertigte Skulptur. Das in Gips gegossene Werk stellt auf der Oberfläche die Umrisse des Freiamts dar, zeigt in goldfarbener Erhebung das Kloster Muri und beherbergt im unteren Teil Gestalten und Figuren aus der hiesigen Sagenwelt.

Ämtlerweg als Vorbild

Peter Hägler war sichtlich gerührt. Er verwies auf viele Mitstreiter, ohne deren Unterstützung der Freiämter Wander- und Kulturweg nicht hätte angelegt werden können. Hägler gibt das Preisgeld an Erlebnis Freiamt weiter, den Trägerverein des Freiämterwegs. Dies zur Mitfinanzierung und Umsetzung eines Zusatzprojekts. Neu will man Gaststätten in der Nähe des Freiämtwegs einbeziehen. Per Täfeli soll auf Freiämter Spe-zialitäten aufmerksam gemacht werden, die man hier geniessen kann.

Bei der Realisierung des Freiämterwegs diente der Ämtlerweg als Vorbild, der durch das benachbarte Säuliamt im Kanton Zürich führt. Als der Kanton Aargau vor zehn Jahren das Impulsprojekt «Regio plus» lancierte, schlugen Hägler und Co. mit Erfolg die Freiämterweg-Idee vor. Zügig konnte der westliche Teil des Freiämterwegs realisiert werden. Seit knapp drei Jahren ist das grosse Rundwegnetz komplett. Im Juni 2007 nämlich feierte man die Eröffnung der Ost-Erweiterung, die über die Gemeinden am Mutschellen und im Kelleramt führt.

Auftakt mit Wandertour

Der Auftakt zur Preisverleihung begann beim Benediktinerinnenkloster Hermetschwil, wo Peter Hägler allerlei Wissenswertes über das dortige Kloster erzählte, das bis 1841 Teil des Klosters Muri war. Zu Fuss ging es dann – selbstverständlich auf dem Freiämterweg – über den Dominilochsteg Richtung Zufikon/Bremgarten.

Im Gebiet Burgrain auf Zufiker Boden, mitten im Emaus-Wald, wurde ein Zwischenhalt eingeschaltet. Hägler wies darauf hin, dass sich hier in der Eisenzeit eine befestigte Kelten-Siedlung befand, ein Oppidum. Auf dem 180 Kilometer langen Freiämterweg begegnet man vielen kleineren und grössere Kultstätten und Kulturobjekten mehr.