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Milly Stöckli: «Ich kann nicht alle Plakate kontrollieren»

Auch die SVP-Kandidatin Milly Stöckli aus Muri hat Wahlplakate an Orten aufhängen lassen, die nicht zulässig sind. Die Politkerin steht zu ihren Verstössen. Ihre Wahlhelfer will sie trotzdem nicht losschicken, um die Plakate umzuhängen.

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Milly Stöckli (SVP, Muri) räumt Plakatierungsverstösse ein. es/archiv

Milly Stöckli (SVP, Muri) räumt Plakatierungsverstösse ein. es/archiv

Als negatives Beispiel mit vielen Plakatverstössen ist auf www.wahlwerbung-aargau.ch auch Milly Stöckli aufgeführt. Die SVP-Kandidatin aus Muri räumt ein: «Meine Plakate mit dem Apfel-Sujet sind zu gross.» Es habe sich um eine falsche Lieferung gehandelt. «Wenn wir die Plakate neu hätten drucken lassen, wären sie viel zu spät eingetroffen.» Deshalb habe sie sich entschieden, die Apfel-Plakate trotz Übergrösse aufzuhängen.

Bei den Plakaten mit ihrem Porträt, die erst etwa drei Wochen nach den Äpfeln aufgehängt wurden, «stellte sich das Problem, dass viele Kandelaber schon besetzt waren». Daher hätten ihre Wahlhelfer die Plakate wohl auch an Orten aufgehängt, die nicht zulässig seien, sagt Stöckli. «Ich kann aber nicht alle Plakate kontrollieren, im ganzen Kanton hängen sie an rund 200 Standorten.»

Stöckli will falsch platzierte Plakate nicht entfernen

Stöckli ergänzt, sie stehe zu ihren Plakatierungsverstössen. «Es ist das gute Recht von Herrn Bühler, dies anzukreiden», sagt die Bäuerin. Allerdings will sie nicht auf der Website nachschauen und falsch platzierte Plakate entfernen. «Meine Wahlhelfer haben schon jetzt einen riesigen Einsatz geleistet, ich kann sie nicht noch einmal losschicken, um ein paar Plakate umzuhängen.»

Viel besser als Milly Stöckli kommt bei www.wahlwerbung-aargau.ch ihr SVP-Parteikollege Gregor Biffiger weg. Bruno Bühler und Peter Wäger, die beiden Betreiber der eben frisch aufgeschalteten Website, halten fest, dass sie «kaum oder sogar gar keine illegal angebrachte Werbung» des Beriker Kandidaten gesehen hätten. Und sie loben: «Wir wissen, dass er persönlich alle Helfer ausdrücklich angewiesen hat, die Bestimmungen exakt einzuhalten und sie mit den entsprechenden Richtlinien versorgt hat.» (fh)

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