Giacobbo/Müller

Mike Müller: «Oberwil-Lieli ist das Ungarn der Schweiz»

Giacobbo / Müller: «Oberwil-Lieli ist das Ungarn der Schweiz – einfach besser organisiert»

Giacobbo / Müller: «Oberwil-Lieli ist das Ungarn der Schweiz – einfach besser organisiert»

Ausschnitt aus der SRF-Latenight-Sendung «Giacobbo / Müller»

Giacobbo und Müller kamen in ihrer Sendung am Sonntag richtig in Fahrt. Das Opfer: Oberwil-Lieli und seine Asylpolitik. Die beiden Satiriker nahmen die Freiämter Gemeinde mit ihrem «ganz innovativen Gemeindepräsidenten» auf die Schippe.

«Oberwil-Lieli ist ein dunkler Fleck der Schweiz», sagte letzte Woche ein ARD-Reporter. Nun geriet die Gemeinde auch ins Visier von Giacobbo/Müller. Die beiden Satiriker nahmen in ihrer Sendung auf SRF am Sonntag die Aargauer Gemeinde und ihre Asylpolitik auf die Schippe.

«Oberwil-Lieli ist ein bisschen das Ungarn der Schweiz, aber besser organisiert», sagte ein gut aufgelegter Mike Müller. Die Gemeinde «mit einem ganz innovativen Gemeindepräsidenten» habe in der Flüchtlingsproblematik eine Vorreiterrolle übernommen, ergänzte Viktor Giacobbo. «Wenn in dieser Gemeinde eine alte Hütte herumsteht, die der Kanton für Flüchtlinge will, kauft Andreas Glarner beziehungsweise die Gemeinde das Haus und lässt es abreissen.»

SVP-Hardliner Andreas Glarner steht dem ARD Red und Antwort.

Der ARD-Bericht über Oberwil-Lieli, in dem Ammann und SVP-Hardliner Andreas Glarner zu Wort kommt (22.9.2015)

Die Asylpolitik der Aargauer Gemeinde sorgte in den letzten Wochen für Polemik. Oberwil-Lieli zahlt lieber eine Strafgebühr, als Asylbewerber aufzunehmen (wir berichteten). «Es ist einfach falsch, jetzt Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen, deshalb zahlen wir zähneknirschend», begründete Gemeindeammann Andreas Glarner die Praxis gegenüber Tele M1.

Die Schweizer hätten wieder eine tolle Lösung gefunden, mit einem Ausländerproblem umzugehen, sagte dazu Giacobbo Müller. «Mit Geld. Fremdenfeindlichkeit ja, aber es muss sich rentieren.» Er schlug vor, dass man zukünftig nicht nur für, sondern auch gegen Flüchtlinge spenden kann. «Einfach nicht bei der Glückskette, sondern bei der Pechkette.»

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