In Bremgarten wird fleissig gebaut. Allein die erste Etappe des neuen City-Centers beim Bahnhof ist knapp 100 Meter lang und fünf Stockwerke hoch. Laut dem zuständigen Architekten Jörg Grogg von Ruch Architekten wird der Rohbau bis Ende Jahr beendet sein. Bezugstermin für die Geschäfte und die Büroräumlichkeiten ist voraussichtlich der Spätsommer 2014. «Der Baumeister macht zurzeit ziemlich zügig vorwärts», so Grogg.

Zwei Verkaufsflächen zu vermieten

Einige Mieter der neuen Liegenschaft stehen bereits fest: So zieht ein Migrolino ins Erdgeschoss des neuen Gebäudes, die Neue Aargauer Bank – zurzeit in einem Provisorium auf der anderen Strassenseite einquartiert – wird den Ostflügel zum Obertorplatz hin beziehen. Das Optikergeschäft Christen wird eine Verkaufsfläche von 100 Quadratmetern belegen. Investor Toni Steiner verhandelt mit weiteren Interessenten über die restlichen zwei Verkaufsflächen im Erdgeschoss. Bereits nächsten Frühling sollen der Migrolino- und der NAB-Teil den Mietern zum Endausbau übergeben werden.

Postautos sollen weg vom Obertor

Ein eigentliches Provisorium sind die geplanten Parkplätze vor dem City-Center. Neben der zweiten Etappe der Bahnhofsüberbauung, die den Bahnhof selbst einschliesst, ist auf der anderen Seite der Zürcherstrasse auf dem Staubli-Gelände zwischen Risi-Weg und dem ehemaligen Restaurant Krone, eine neue Überbauung geplant. Kanton und Stadt streben ein Gesamt-Verkehrskonzept für die ganze Zürcherstrasse an, weshalb Vorplatz und Ausfahrt des City-Centers bis zum definitiven Plan Provisorien sein werden.

Eine detaillierte Verkehrsplanung liegt noch nicht vor, jedoch zeichnen sich mögliche Varianten ab: Der Stadt ist es ein Anliegen, die Postautohaltestelle vom Obertor-Platz zum Bahnhof hin zu verschieben – sei dies konzentriert beim Bahnhof oder im Rahmen einer langen Haltestelle nördlich oder südlich der Zürcherstrasse. Beim Obertorplatz seien die Radien für die Gelenkbusse zu eng.

In den nächsten Monaten entscheidet der Kanton aber erst einmal über den Gestaltungsplan für das Staubli-Areal. Gleichzeitig wird am Verkehrskonzept gearbeitet. Gut möglich, dass die definitive Verkehrsführung erst in ein paar Jahren realisiert wird.